Zwei Plädoyers für die Rentenreform

Zum Kommentar «Fahrlässiger Rentenausbau», Ausgabe vom 17. März
18. März 2017, 04:29

Dieses Gejammer ist ja verständlich! Würde doch eine Lösung mit der Erhöhung der zweiten Säule dafür sorgen, dass den Wohlhabenden das Geld im eigenen Sack bleibt. Alles, was dort einbezahlt wird, wird dem Einzahler gutgeschrieben! Natürlich gehen dabei noch einige Milliönchen für die Versicherungen und deren Abzockerbosse verloren. Aber das ist aus Sicht der Begüterten immer noch besser, als Einzahlungen in die AHV machen zu müssen! Denn durch die AHV erfolgt ein sozialer Ausgleich, und der geht eindeutig zu Gunsten der weniger Begüterten und zu Lasten der Vermögenden! Zudem fallen kaum Kosten an! Natürlich ist damit die Zukunft der AHV nicht gesichert. Aber mit der steigenden Lebenserwartung wird auch da eine Lösung gefunden werden müssen, die nicht allen behagt!

Max Bürkli, Emmen

«Nach einem Nein des Stimmvolkes wäre es rasch möglich, einen abgespeckten Plan B auszuarbeiten.» Das ist der fahrlässigste Satz eines Bundeshauskorrespondenten, der in der jüngeren Vergangenheit in einem Kommentar in der «Luzerner Zeitung» erschienen ist. Herr Gafafer erwähnt mit keiner Silbe, dass der Souverän einem abgespeckten Plan B – wie immer dieses «Modell Gafafer» auszusehen hätte – dereinst auch noch zustimmen müsste. In meiner sechzehnjährigen Zeit im Bundesparlament habe ich die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten dieser Zeitung stets geschätzt. Sie hob sich wohltuend ab vom um sich greifenden Abschreibe-Journalismus; die Kommentare darin sind in aller Regel zu Ende gedacht. Dieses Prädikat darf Herr Gafafer für seinen Kommentar nicht beanspruchen.

Ruedi Lustenberger, alt Nationalrat CVP, Romoos

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