SRG: 400 Franken im Jahr sind eine happige Abgabe

«SRG entzweit die Freisinnigen», Ausgabe vom 12. März

17. März 2017, 04:28

Die Ablehnung der Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» im Parlament sowie die Mitteilung, dass die Firma Billag den Inkassoauftrag verloren hat, stochern bei mir in alten Wunden. Für mich besteht kein Zweifel, dass es Unternehmungen gibt, die den Inkassoauftrag besser als die Billag ausüben können. Gemäss Informationen verbrauchte die Billag gegen 20 Prozent der Einnahmen für ihre Arbeit. Das ist massiv. Zudem sollte es für mich diese Abgaben gar nicht geben. Es wurde oft gesagt, der Staat müsse die Bürger neutral informieren, das sei eine Kernaufgabe. Richtig! Jedoch bezahlen die Bürger und Unternehmen Steuern, damit der Staat seine Kernaufgaben ausführen kann. Die kommende pauschale Veranlagung, wonach jeder Haushalt eine Abgabe von rund 400 Franken im Jahr bezahlen muss und die Firmen happig zur Kasse gebeten werden, ist für mich stossend. Obendrauf ist es noch so, dass man mit der Bezahlung dieser Abgaben noch lange kein Radio hören oder Fernsehen schauen kann. Es gehören weitere Auslagen dazu und der Empfang. Auch wenn man die entsprechenden Geräte gekauft hat, ist er immer noch nicht garantiert. Und wenn schon jeder Private das Recht, zu hören und zu sehen, bezahlt, wozu dann auch noch die Firmen, Läden und Restaurants? Ich höre im Laden oder Restaurant mit den gleichen Ohren wie zu Hause! Ich bin froh, dass die Junge FDP und die Junge SVP die Initiative ergriffen haben.

Rosy Schmid, Kantonsrätin FDP,

Hildisrieden


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