Gemeinnütziger Wohnraum für EWL-Areal wird geprüft

ENTWICKLUNG ⋅ Die FDP will Büros, die Linken bevorzugen günstige Wohnungen. Nun blicken alle auf den Stadtrat.

16. Februar 2017, 19:09

Gleich drei dringliche Vorstösse, die sich mit der Entwicklung des EWL-Areals befassen, wurden gestern im Stadtparlament behandelt. Ein Postulat der GLP, welches das Vorantreiben der Planung auf dem Areal fordert, wurde ohne Diskussion überwiesen.

Mehr zu reden gab eine Motion der FDP, die einen Planungsbericht verlangt, der aufzeigen soll, welchen Bürobedarf die Stadtverwaltung hat. Postulant Fabian Reinhard argumentierte, dass auf diesem «ideal erschlossenen Filetstück» für die Wirtschaft wichtige Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. «Stattdessen sollen an dieser teuren Lage die Stadtverwaltung und günstige Wohnungen untergebracht werden», kritisierte er. «Das ist für mich ein Widerspruch.» Bei den anderen Fraktionen stiess diese Forderung auf wenig Verständnis. «Es ist nicht einfach, Büroraum zu vermieten, siehe Rösslimatt», sagte etwa Cyrill Studer (SP). Korintha Bärtsch (Grüne) plädierte zudem für eine ganzheitliche Entwicklung des Areals innerhalb des Quartiers.

In diese Richtung zielte ein Postulat von SP, Grünen und GLP, das gemeinnützigen Wohnraum auf dem EWL-Areal fordert. Der Stadtrat wollte das Postulat teilweise entgegennehmen, da er prüfen will, «ob mindestens ein substanzieller Wohnanteil gemeinnützig realisiert werden kann». Dies überzeugte – das Postulat wurde teilweise überwiesen, die Motion der FDP abgelehnt. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen: Mit umso grösserem Interesse wird wohl der Planungsbericht des Stadtrats erwartet, der im Sommer vorgelegt werden soll. (bev)


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