Stadtrat fordert Tunnel bis zum Schlossberg

SPANGE NORD ⋅ Die Spange Nord, die Zubringerstrasse zum geplanten Bypass, ist in der Stadt Luzern stark umstritten.

16. Februar 2017, 14:47

Bereits vor einigen Wochen machte der Stadtrat klar, dass er das Vorprojekt des Kantons in der aktuellen Form nicht unterstützen kann. Hauptkritikpunkt ist der Ausbau der Friedentalstrasse, die stellenweise bis zu vierspurig verlaufen soll. CVP und GLP fordern nun per Postulat,  dass die Spange Nord vollständig unterirdisch verlaufen soll. Konkret soll der Friedentaltunnel, der bereits Teil des Projekts ist, bis zum Schlossberg verlängert werden. Das Stadtparlament schliesst sich dieser Forderung an - genauso wie der Stadtrat, der die Tunnelverlängerung als "prüfenswerte Option" bezeichnet. Wieviel Gewicht diese Forderung letztlich hat, ist offen. Der Stadtrat kann sich lediglich beim Kanton für dieses Anliegen einsetzen. Entscheiden - und bezahlen - muss der Kanton selber.

SP und Grünen genügt allerdings selbst eine vollständige Tunnellösung nicht. Sie lehnen die Spange Nord grundsätzlich ab. Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) verteidigte im Parlament aber die Haltung der Stadtregierung, wonach man die Spange Nord "unter gewissen Bedingungen" unterstützen könne. Der Tunnel sei eine dieser Bedingungen. (rk)


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