Ryder-Cup-Veranstalter in argen Geldnöten

GOLF ⋅ Trotz Werbefreiheit auf dem Platz ist der Ryder Cup, der Golf-Teamwettkampf zwischen Europa und den USA, üblicherweise ein riesiges Geschäft. Dennoch ist Italien als Organisator 2022 in Geldnöten.
09. Februar 2017, 14:43

Ende 2015 bekam der italienische Verband vom Ryder-Cup-Komitee etwas überraschend die Zusage für die Organisation des grossen Kontinentalvergleichs im Jahr 2022. Der mondäne Marco-Simone-Club in der Nähe von Rom wäre nach Valderrama in Spanien 1997 und Paris im kommenden Jahr erst der dritte Austragungsort in Kontinental-Europa. Jeder zweite Ryder Cup wird in den USA abgehalten. Alle übrigen Wettkämpfe des 1927 gegründeten Wettbewerbs fanden in Grossbritannien oder Irland statt.

Nach den neusten Meldungen können die Organisatoren in Italien nicht mehr auf die ursprünglich zugesicherte Unterstützung zählen. Der italienische Senatspräsident Pietro Grasso gab bekannt, dass die Bürgschaft von 97 Millionen Euro für den Ryder Cup zurückgezogen werde. Dennoch will der italienische Golfverband alles daran setzen, den Ryder Cup durchzuführen, wie Verbandspräsident Franco Chimenti an einer Medienkonferenz in Rom sagte.

Stattfinden wird der Ryder Cup so oder so. In andern Länder stehen Veranstalter bereit, die in den letzten Jahren in den Wahlen jeweils übergangen wurden. Deutschland beispielsweise hatte sich mit dem Platz in Bad Saarow bei Berlin für 2018 wie auch für 2022 beworben - jeweils ohne Erfolg. (sda)


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