Tiger Woods lässt in seine Seele blicken

GOLF ⋅ Tiger Woods zwickt es wieder im Rücken. Nachdem er das Turnier in Dubai nach der ersten Runde hat abbrechen müssen, gewährt der Superstar einen Blick in seine Seele. Das Bild ist finster.
08. Februar 2017, 21:28

Nichts würde sich Tiger Woods mehr wünschen, als dorthin zurückzukehren, wo er jahrelang war und wo er 14 Majortitel sammelte: in die Weltspitze des Golfsports.

Die jüngsten Äusserungen des 41-jährigen, an die 674. Stelle zurückgefallenen Amerikaners verkünden aber nichts Gutes. In einem Interview mit einem TV-Magazin in Dubai sagte er: "Ich fühle mich gut, aber ich fühle mich nicht grossartig. Ich glaube, dass ich mich nie mehr grossartig fühlen werde. Ich brauche nur zurückzudenken. Drei Rückenoperationen, vier Knieoperationen."

Woods liess auch durchblicken, dass es ihm in den vergangenen anderthalb Jahren, in denen er kein Wettkampfgolf spielen konnte, psychisch nicht gut ging. "Es war hart für mich, es war mehr als brutal. Es gab Zeiten, in denen ich Hilfe brauchte, um überhaupt aus dem Bett zu kommen."

Der neuerliche gesundheitliche Rückschlag in Dubai hat Woods wieder einiges an Zuversicht gekostet. Im Interview sagte er, er hoffe, das US Masters im April spielen zu können. Vor dem Comeback hatte er noch wesentlich entschlossener geklungen.

Für Tiger Woods wird in den nächsten Monaten fast alles davon abhängen, ob sich der von fast 30 Jahren Spitzengolf strapazierte Körper noch einmal aufraffen kann. Woods zahlt heute die Zeche für sein kräfteraubendes Spiel, das immer auf Schnellkraft basierte - und den Rücken sowie die Gelenke enorm belastete. Andererseits hat ihm genau dieses Spiel all die Titel - 79 allein auf der amerikanischen Tour - und Triumphe eingebracht. (sda)


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