Covid-19
Fallzahlen im Aargau steigen weniger stark – mehr Covid-Patienten im Spital

Die Aargauer Intensivstationen sind zu 84,8 Prozent ausgelastet. Am Montag wurden sechs Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt. Die Nachfrage nach dem zweiten Booster hält sich bisher in Grenzen.

Noemi Lea Landolt
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Im Vergleich zur Vorwoche werden im Aargau deutlich mehr Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt.

Im Vergleich zur Vorwoche werden im Aargau deutlich mehr Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt.

Gaetan Bally / keystone

Im Aargau sind letzte Woche 3004 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 12,7 Prozent mehr als in der Vorwoche, als dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 2666 Neuansteckungen aus dem Aargau gemeldet worden sind. Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gab es im Aargau letzte Woche vier, in der Vorwoche starben fünf Personen, die an Covid-19 erkrankt waren.

Tatsächlich dürften sich mehr Personen angesteckt haben. Indiz dafür ist die nach wie vor hohe Positivitätsrate. Von den letzte Woche im Aargau durchgeführten PCR-Tests waren 40,4 Prozent positiv. Bei den Antigen-Schnelltests lag der Anteil positiver Tests bei 26,4 Prozent. Schweizweit lag die Positivitätsrate bei den PCR-Tests bei 33,9 Prozent und bei den Antigen-Schnelltests bei 25,1 Prozent.

Mehr als 100 Covid-Patienten werden im Spital behandelt

Stark zugenommen hat im Vergleich zur Vorwoche die Zahl der Covid-Patientinnen und Patienten, die im Spital behandelt werden. Am Montag waren im Aargau 105 Personen mit Covid-19 im Spital, sechs von ihnen lagen auf der Intensivstation. Am Montag vor einer Woche waren 67 Covid-Patienten hospitalisiert. Einer von ihnen wurde auf der Intensivstation gepflegt.

Von den 46 verfügbaren Intensivbetten in den Aargauer Spitälern waren am Montag 39 belegt. Das entspricht einer Auslastung von 84,8 Prozent. Im Schweizer Durchschnitt liegt die Auslastung der Intensivstationen bei 74 Prozent – der Aargau liegt also deutlich über dem Durchschnitt.

Der zweite Booster ist weniger beliebt als der erste

Seit dem 10. Oktober steht im Aargau der an die Omikron-Variante BA.1 angepasste Impfstoff zur Verfügung. Geimpft wird in den Impfzentren der beiden Kantonsspitäler Aarau und Baden sowie in den Regionalspitälern Muri, Laufenburg und Rheinfelden. Auch gewisse Apotheken und Hausarztpraxen bieten die Covid-Impfung wieder an.

Seither haben sich gemäss Impfstatistik des Gesundheitsdepartements 11'291 Aargauerinnen und Aargauer mit dem adaptierten Impfstoff boostern lassen. In den Impfzentren sind pro Tag zwischen 944 und mehr als 1500 Dosen verimpft worden. Die mobilen Impfteams, Hausärztinnen und Apotheker haben täglich zwischen 106 und 441 Impfungen durchgeführt.

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass der erste Booster beliebter war als der zweite. Ende letztes Jahr, als allen Personen eine erste Auffrischimpfung empfohlen wurde, sind im Aargau pro Tag mehr als 5000 Personen geimpft worden. Auch der Booster mit dem adaptierten Impfstoff wird allen Personen ab 16 Jahren empfohlen. Besonders aber über 65-Jährigen und Personen mit Vorerkrankungen.