Staufen
Für die neue Bushaltestelle Zelgli müssen zehn Bäume weichen

Die neuen Staufner Quartiere sind schlecht angeschlossen. Vor den Stadttoren Lenzburgs sind deshalb eine neue Haltestelle und eine Querungshilfe für Schulkinder geplant. Dafür müssen aber zehn erst kürzlich gepflanzte Bäume gefällt oder versetzt werden.

Valérie Jost
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Hier, vor der Überbauung Chrüzweg, soll eine der beiden neuen Bushaltestellen Zelgli entstehen. Ein Teil der Bäume und Veloständer (rechts unten) müssen deshalb versetzt werden.

Hier, vor der Überbauung Chrüzweg, soll eine der beiden neuen Bushaltestellen Zelgli entstehen. Ein Teil der Bäume und Veloständer (rechts unten) müssen deshalb versetzt werden.

Bild: Valérie Jost

Das in den letzten Jahren stark gewachsene Staufen muss in den ÖV investieren. Denn die neuen Quartiere am Gemeinderand – Esterli-Flöösch, Fünflinde, Galgenacher und Zelgli – sind nur durch die beiden Lenzburger Bushaltestellen Dufourstrasse und Fünflinden abgedeckt.

Diese liegen aber von den Quartieren teilweise deutlich über dem Richtwert von 300 Metern entfernt. Das geht aus dem Baugesuch für die neuen Haltestellen Zelgli hervor, das noch bis zum 24. Mai in Lenzburg und Staufen aufliegt.

Die zwei neuen, behindertengerechten Haltestellen sind beim Kreisel Zelgli an der Aarauerstrasse geplant (Kantonsstrasse), 350 Meter westlich der bestehenden Haltestelle Fünflinden (bei der Stiftung «Orte zum Leben»). Es werden zwei Busbuchten erstellt, die Busse halten also nicht direkt auf der Strasse.

Beide Haltestellen erhalten ein vier Meter langes Wartehäuschen mit Beleuchtung und Windschutz. Bedienen wird die Haltestellen die Linie 394, die aktuell einmal stündlich zwischen Bahnhof Lenzburg und Rupperswil verkehrt (werktags zwischen 6 und 21 Uhr).

Trampelpfade zeigen die gewünschten Wege

Ausserdem ist zwischen der neuen Haltestelle und der Einmündung in die Dufourstrasse eine Querungshilfe geplant, mit einer zwei Meter breiten Schutzinsel in der Strassenmitte. Die Querung ist sowohl für Busfahrende als auch für Kinder auf dem Schulweg gedacht. Die Nachfrage des Fussverkehrs nach dieser Verbindung ist gross: Das zeigten die sichtbaren Trampelpfade, heisst es im Baugesuch.

Ein Problem ist eine Baumreihe, die erst kürzlich gepflanzt wurde: Die zehn Bäume am Strassenrand vor der Überbauung Chrüzweg müssen gefällt oder umgepflanzt werden.

Im Baugesuch wird vorgeschlagen, die Baumreihe nach Süden zu versetzen (südlich des Fusswegs), wobei es hier einen Konflikt mit den Entwässerungsleitungen geben könnte. Für den Entscheid müssen noch die Grundeigentümer beigezogen werden. Auch die bestehenden Veloständer müssen versetzt werden.

Die Kosten für den Bau und den nötigen Landerwerb betragen 1,64 Millionen Franken. Davon zahlt Staufen 916’200 Franken. Die Bauarbeiten sind für 2023/2024 geplant und dauern rund vier Monate. In einer ersten Phase kommt während einer Woche ein Verkehrsdienst zum Einsatz.

Danach gibt es sechs Wochen lang keine Einschränkungen, bevor der Einlenker Dufourstrasse sechs Wochen lang gesperrt wird. In der letzten Phase wird der Verkehr eine Woche lang einspurig geführt und mit einem Lichtsignal geregelt.