leserbeitrag
Frauenturnverein Staufen am Lac de Joux

Corinne Bohler
Drucken
Bild: Corinne Bohler

Bild: Corinne Bohler

(chm)

Turnfahrt Frauenturnverein Staufen, 3./4. September 2022

Der Lac de Joux war das Ziel unserer diesjährigen Turnfahrt. Bereits um 05.40 Uhr bestiegen wir den Zug. Dafür mit der besten Verbindung. Nur Umsteigen in Lausanne. Dann weiter mit dem Regionalzug nach Le Pont.

Genau zur Zeit, als der Zug einfuhr, wurden die Schleusen geöffnet und es hat geregnet, wie wir es uns diesen Sommer oft gewünscht hätten. Da der Regen so wichtig ist, steckten wir das locker weg. Zuerst kehrten wir sowieso zu Kaffee und Gipfeli in unserer späteren Unterkunft, dem Hotel de la Truite, ein. Schon bald verzogen sich die dunklen Wolken und die Sicht wurde immer besser.

Unsere Gruppe teilte sich dann auf. Die guten Wanderer machten sich ab Le Pont auf den Weg zur Grotte de l’Orbe. Gemächlicher wanderten der Rest nach Zugs- und Busfahrt ab Vallorbe zur Grotte.

Auch der Jurapark, ein Tierpark mit Wölfen, Bisons und Bären, wurde besucht.

Zusammen begannen wir dann die Besichtigung der Grotte de l’Orbe. Sehr eindrückliche Gebilde brachten uns zum Staunen. Das vom Wasser des Flusses Orbe geformte unterirdische Höhlensystem mit Stalaktiten, Stalagmiten und Kalksteinsäulen, die mit einem ausgeklügelten Beleuchtungssystem in Szene gesetzt werden, zählt zu den schönsten Tropfsteinhöhlen Europas und der Schweiz.

Nach der Besichtigung teilten wir uns wieder auf. Es bestand die Möglichkeit, alles zu Fuss bis Le Pont zurückzuwandern, den Weg bis Le Day unter die Füsse zu nehmen, oder einfach mit Bus und Zug wieder zum Ausgangspunkt Le Pont zu fahren.

Nach dem Apéro auf der Terrasse wurde uns ein feines Nachtessen serviert. Wie immer auf unserer Turnfahrt verbrachten wir noch ein paar gemütliche Stunden. Nach dem Schlummertrunk ging's dann müde ins Bett. Schliesslich standen wir auch schon seit dem Morgengrauen auf den Beinen.

Ein herrliches, ausreichendes Frühstück liess uns in den nächsten Tag starten. Die Sonne schien und wir konnten zum ersten Mal die Schönheit des Lac de Joux sehen.

Wieder teilten wir uns auf. Das Ziel der ersten Gruppe war der Dent de Vaulion auf 1483 m ü.M.

Auf- und Abstieg knapp 500 Meter. Wir konnten uns aber Zeit lassen und haben alle den Aufstieg geschafft. Mit einem herrlichen Ausblick auf den Lac de Joux und die Umgebung wurden wir belohnt.

Leider war die Sicht nicht klar genug, sonst hätten wir die ganze Alpenkette sehen können. Nach einem Picknick und Kaffee stellten wir uns wieder dem Abstieg nach Le Pont zurück und konnten noch etwas den See geniessen.

Die Nichtkletterer-Gruppe bestieg im nebligen Le Pont den Zug nach Le Solliat-La Golisse, wo sich bald die Sonne zeigte und wanderte dem nördlichen Seeufer entlang zurück nach Le Pont. Eine herrliche Aussicht zum Dent de Vaulion in Richtung Le Lieu wurde geboten. Jene mit den müden und handicapierten Beinen bestiegen dort wieder den Zug. Die Restlichen genossen den Uferweg entlang des Sees und vorbei an einem Tierpark mit Gämsen. Eine Wanderin befreite ihre schmerzenden Füsse von den Schuhen und machte für eine Weile einen Kneiplauf. Wieder in Le Pont angelangt, picknickten die Gruppe am Ufer des Lac de Joux.

Bereits um 16.00 Uhr begann dann die Rückreise via Yverdon nach Lenzburg. Alle sind gesund wieder zu Hause angekommen. Wir danken Marianne Wyder ganz herzlich für die Organisation der Reise. Es hat alles wunderbar geklappt und es bleiben uns viele Eindrücke, Erlebnisse und lustige Momente in Erinnerung.

Staufen, 7.9.22

Corinne Bohler/Eva Jud