Kolumne
Lü: Fussball ist ihr wurst

Silvan Lüchinger schreibt in seiner Kolumne Lü über die vergangene Woche und fasst zusammen, was ihm dabei ins Auge gestochen ist.

Silvan Lüchinger
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Silvan Lüchinger.

Silvan Lüchinger.

Bild: Coralie Wenger

14 Schweizer Biere werden im «Haus der Freiheit» von Toni Brunner ausgeschenkt. Plus das Tegernsee Hell aus dem herzoglich bayerischen Brauhaus am Tegernsee. Dies als Hommage an die Liechtensteiner Erbprinzessin Sophie, die aus Bayern stammt und deren Familie die Brauerei gehört. 14:1 – das Verhältnis scheint ungefährlich. Aber wie hat schon einmal einer gesagt: Wehret den Anfängen.

«Wer sich auf die Strasse klebt, muss behandelt werden wie ein Terrorist. Das bedeutet eine Gefängnisstrafe.» So sieht es wenigstens SVP-Nationalrat Mike Egger. Weil Differenzierung sein muss, bedeutet das wohl auch eine Verschärfung der Strafen für echte Terroristen. Wahrscheinlich wird die Todesstrafe wieder eingeführt.

«Fälle wie das Spanische Klubhaus sollen vermietet werden» - Also auch der Werfall und der Wesfall.

Der FC Brühl spielt gegen den Nachwuchs des FC St.Gallen – und der Hauptsponsor des FC Brühl verschenkt dazu Bratwürste und Bier. Als der Andrang zu gross wird, ist – oh Wunder – Nothilfe rasch zur Hand. SVP-Ständeratskandidatin Esther Friedli gibt mit flinker Hand Wurst und Brot heraus. Sie kann das – schliesslich ist Friedli nebst Politikerin auch Wirtin. Ihr Auftritt passt trotzdem nicht allen Matchbesuchern. Sie erkennen darin, was es wohl auch war: Eine Wahlkampfaktion. Der FC Brühl hat vor dem Wahltermin noch zwei Heimspiele. Am ersten könnte Konkurrentin Barbara Gysi den Wurststand führen. Und am zweiten sollen die beiden im Direktvergleich gegeneinander antreten. Wer mehr Wurst losbringt, hat gewonnen. Am besten gleich auch die Wahl.

Die gescheiterte FDP-Ständeratskandidatin Susanne Vincenz-Stauffacher ist neue Präsidentin des Stiftungsrates von SENS eRecycling. Das ist wohl der erste Schritt zu einem neuen Anlauf.

Um die Kosten zu senken, hat die Bodensee-Schifffahrt ihren Fahrplan ausgedünnt. Betroffen davon ist auch Arbon. Statt wie bisher acht gibt es dort nur noch zwei Abfahrten pro Tag. Ob da überhaupt noch Passagiere einsteigen, ist ungewiss. Denn viele fragen sich: Wenn das Schiff zurückkommt – ist dann Arbon überhaupt noch da?