Leserbrief
Ständiges Planen und Suchen nach neuen Lösungen bringt uns nicht weiter

Zur Umfahrung Stans West sowie zum entsprechenden Podium

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Stans West ist die Lösung, weil diese ausserhalb von Siedlungsgebieten liegt, eine wirk­liche Entlastung für Stans bringt und für die Gesamt­verkehrsentlastung weg­weisend ist. Ein paar Punkte dazu: Ständiges Planen und Nach-Varianten-Suchen kostet Steuergelder. Papiere und Plä­ne bringen uns in der vorliegenden Sache aber nicht wei­ter. Die Lösung liegt mit der Variante Stans West vor.

Der Landverbrauch, welcher von der Gegnerschaft mit 14000–16000 Quadratmetern bezeichnet wird, stimmt so nicht ganz. Die bereits be­festigte Fläche der bestehenden Strasse, müsste in Abzug gebracht werden. Heisst, der Landverbrauch wird bei rund 10000 Quadratmetern zu liegen kommen.

Stans West entlastet mit Sicherheit das stark befahrene Stanser Dorf. Das Contra-­La­ger bestreitet dies, was un­ver­ständlich ist. Jedes Fahrzeug, welches Stans umfahren wird, entlastet. Auch der Karli-Kreisel wird entlastet. Dies vom PKW- und – nicht unwichtig – auch vom LKW-Verkehr.

Ständiger Stau in Stans ist für die Blaulichtorganisationen eine untragbare Situation. Man bedenke, dass das Krankenauto bei Einsätzen auf ein un­gehindertes Durch­kommen angewiesen ist. Mit der Variante Stans West wird damit eine markante Verbesserung und Anbindung an das Autobahnnetz erreicht.

Die geplante Linienführung liegt ausserhalb von Siedlungszonen mit guten Anbindungsmöglichkeiten an die beste­henden Strassen und Auto­bahnen. Was nicht wieder passieren soll, ist wie damals der Bau der Robert-Durrer-Strasse. Diese hätte eigentlich eine Umfahrung geben sollen und liegt nun mitten in der Siedlung. Die Kosten sind hoch, ich wage zu behaupten, dass bei der Planung und Ausführung Stans West noch Optimierungspotenzial vorhanden ist.

Alle anderen Varianten, welche von der Contra-Seite ins Feld ge­führt werden, sind am Schluss auch nicht güns­tiger. Vor allem dann nicht, wenn Unterführungen der Zentralbahn umgesetzt werden müssten.

Nidwalden hat in den letz­ten Jahren für andere Projekte auch schon viel Geld ausge­geben oder ist noch am Aus­geben (Wiesenbergstrasse, Kehrsitenstrasse, diverse Krei­sel und dergleichen). Diese Projekte wurden weit weniger hinterfragt bezüglich Nutzen und Wirkung. Wieso Stans West nun so in den Fokus gerät, ist nicht nachvollziehbar, zumal eine Entlastung vom Durchgangsverkehr an die Adresse der Politik schon lange gefordert wird. Jahrzehntelang wurde geplant, Varianten ver­glichen und für all das schon Geld ausgegeben.

Es ist nun an der Zeit, ein Zei­chen zu setzen und der Entlastung von Stans eine Chance zu geben. Die Politik ist gefordert. Lösungen zu suchen und zur Umsetzung zu bringen, was im vorliegenden Fall bis dahin ge­schehen ist. Auch ist Stans West ein Bestandteil des Gesamtverkehrskonzepts. Diesem Umstand muss man auch ge­recht werden und nicht schon ein erstes vorliegendes Projekt verhindern.

Flankierende Massnahmen sollen nach Bauende und Er­fahrungswerten der neuen Linie angegangen werden. Vorab solche zu planen und mit dem Bau Stans West schon zur Umsetzung zu bringen, ist vorauseilend. Allfällige Leerläufe könnten die Folge sein.

Drum äs uberzeygends Ja! Äs muäss nach jahrzähntä­langer Planig jetz vorwärts gah!

Migi Zumbühl, Landrat FDP, Wolfenschiessen

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