Alpnach
Höhere Steuereinnahmen und Investitionsbedarf

Die Alpnacher Bevölkerung stimmt am 27. November über das Budget 2023 ab.

Robert Hess
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Gemeindevizepräsident und Finanzchef Patrick Matter hatte bereits an der Gemeindeversammlung vom 8. November über die wichtigsten Positionen des Budgets 2023 informiert. Wie seit einigen Jahren in Alpnach üblich, fällt der Entscheid über das Budget erst an der Urnenabstimmung, die auf den 27. November festgelegt worden ist.

Bei einem Gesamtaufwand von rund 26,5 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 26,25 Millionen Franken rechnet das Budget 2023 mit einem Aufwandüberschuss von 278’800 Franken. Das Budget 2022 sah einen Aufwandüberschuss von 407’500 vor.

Das Budget enthält auch Aufwendungen für den Bau von hindernisfreien Bushaltestellen, wie die bereits bei der Bushaltestelle Hofmättelikreuzung der Fall ist.

Das Budget enthält auch Aufwendungen für den Bau von hindernisfreien Bushaltestellen, wie die bereits bei der Bushaltestelle Hofmättelikreuzung der Fall ist.

Bild Robert Hess (Alpnach, 22. November 2022)

Laut Botschaft des Gemeinderates zu den einzelnen Positionen werden beim Personalaufwand Mehrkosten von rund 847’000 Franken (plus 71 Prozent) wegen des höheren Personalbedarfs sowie struktureller und teuerungsbedingter Lohnanpassungen erwartet. Rund 1 Million Franken Mehrkosten sind beim Sach- und Betriebsaufwand budgetiert.

«Der Unterhaltsstau soll weiter abgebaut werden, Projekte von 2021 in der Höhe von rund 300’000 Franken seien nicht realisiert worden, heisst es in der Botschaft. So hatte Marcel Egli, Departementsvorsteher Bau und Unterhalt, bereits an der Gemeindeversammlung darauf hingewiesen, «dass sich lediglich 23 Prozent der Strassen in gutem Zustand befinden».

Höhere Steuereinnahmen

«Mit deutlich höheren Einnahmen von rund 1,4 Millionen Franken (plus 7,37 Prozent) ist beim Fiskalertrag zu rechnen», schreibt der Gemeinderat, während beim Transferertrag Mindereinnahmen von 1,2 Millionen Franken erwartet werden. «Der Kanton zieht sich vollständig aus dem kantonalen Finanzausgleich zurück», so der Gemeinderat.

Auf der Ertragsseite fällt aus Gründen des derzeit schwierigen Strommarktes die Gewinnausschüttung des Elektrizitätswerks Obwalden von bisher rund 400’000 Franken weg.

Bushaltestellen sollen hindernisfrei werden

Die Nettoinvestitionen werden im Budget auf rund 4,35 Millionen Franken veranschlagt. Schwerpunkte sind die Gemeindestrassen (1,3 Millionen), die Wasserversorgung (1,1 Millionen), die Abwasserbeseitigung (500’000 Franken) und die Gewässerverbauungen (380’000 Franken). Dazu gehören auch kleinere Positionen wie der Umbau von bestehenden Bushaltestellen, um diese hindernisfrei zu machen (130’000 Franken), oder die Ausarbeitung und Realisierung einer direkten und sicheren Fusswegverbindung Bahnhof–Industriestrasse in der Höhe von 250’000 Franken.

Weiter hält der Gemeinderat in seiner Botschaft fest, dass der Selbstfinanzierungsgrad aufgrund des Budgets 2023 95,25 Prozent beträgt, also leicht unter dem Soll von 100 Prozent liegt. Eingehalten werde dagegen die Schuldenbegrenzung.