Jubiläum
Engelberg und Stallikon feiern ihre gemeinsame Geschichte

Seit 902 Jahren verbindet Engelberg mit der Zürcher Gemeinde Stallikon die gemeinsame Geschichte mit Klostergründer Konrad von Sellenbüren. Diese war auch Thema im Grusswort von Regierungsrätin Jacqueline Fehr.

Beat Christen
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Ganz nach dem Motto, «aufgeschoben ist nicht aufgehoben», feierten die Gemeinde Stallikon und das Benediktinerkloster Engelberg am Sonntag im zürcherischen Reppischtal die nunmehr 902-jährige gemeinsame Geschichte.

Von links: Markus Langenstein (Bürgerpräsident Engelberg), Abt Christian Meyer, Bezirksratspräsident Claude Schmidt, Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Werner Michel, Gemeindepräsident Stallikon sowie Engelbergs Gemeinderätin Cornelia Amstutz und Talammann Alex Höchli.

Von links: Markus Langenstein (Bürgerpräsident Engelberg), Abt Christian Meyer, Bezirksratspräsident Claude Schmidt, Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Werner Michel, Gemeindepräsident Stallikon sowie Engelbergs Gemeinderätin Cornelia Amstutz und Talammann Alex Höchli.

Bild: Beat Christen

Nach den verschiedenen Anlässen wie Ausstellung in der Bibliothek oder dem Sagenabend mit Pater Thomas Blättler in Stallikon bildete der Begegnungstag den Höhepunkt der Jubiläumsfeier. Dabei zog sich die gemeinsame Geschichte mit Konrad von Sellenbüren wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. War doch dieser vor 902 Jahren von Sellenbüren ausgezogen, um in Engelberg das Kloster zu gründen.

Freundschaft weiter pflegen

«Wir hoffen», so der ursprünglich aus Kerns stammende und heute in Stallikon als Gemeindepräsident amtende Werner Michel, «dass die mit dem Kloster-Jubiläum entstandene Freundschaft auch in Zukunft bestehen bleibt.» Wie wichtig ihnen diese Partnerschaft ist, zeigt die Tatsache, dass mit Jacqueline Fehr eine amtierende Regierungsrätin der Feier beiwohnte und dabei die Grüsse des Zürcher Regierungsrats überbrachte. Für sie war es ein schönes Symbol, «dass wir hier – im historisch reformierten, Zwingli-geprägten Zürich – eine der grossen Benediktinerabteien unseres Landes feiern. Wir machen das heute ganz ohne Berührungsängste». Mit diesem Begegnungstag würde auch der Konfessionsfrieden gefeiert im Bewusstsein, dass dies nur möglich wurde, «weil die Verantwortlichen gelernt haben, Differenzen zu ertragen», so die Regierungsrätin.

Reformierte Reliquie in Engelberg

Abt Christian Meyer nahm den Ball mit Reformator Zwingli auf und sagte nicht ohne Stolz, «dass wir im Kloster Engelberg mit dem Primizmessgewand von Zwingli eine reformierte Reliquie in unserem Ausstellungsraum aufbewahren».

Mit vielen guten Gesprächen wurden nach dem von der Musikgesellschaft Stallikon musikalisch umrahmten ökumenischen Gottesdienst die neu geknüpften Freundschaften gestärkt. In Stallikon selber freut man sich bereits jetzt auf die Teilnahme an der grossen Jubiläumsfeier vom 31. Juli dieses Jahres in Engelberg.