Engelberg
Die etwas andere Sportlerehrung

Den schwierigen Bedingungen des zu Ende gehenden Schuljahres zum Trotz, ehrt die Sportmittelschule vier junge Talente für ihre Leistungen.

Primus Camenzind
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Die Preisträger (von links): Allesia Bösch (Special Award), Yanis Keller (Nordisch), Delia Durrer (Ski alpin) und Nils Rhyner (Freestyle).

Die Preisträger (von links): Allesia Bösch (Special Award), Yanis Keller (Nordisch), Delia Durrer (Ski alpin) und Nils Rhyner (Freestyle).

Bild: PD

«Wir haben uns erfolgreich den ausserordentlichen Bedingungen gestellt», lässt Eskil Läubli, Geschäftsführer der Schweizerischen Sportmittelschule Engelberg (SSE), auf Anfrage unserer Zeitung verlauten. Zum Abschluss der Schneesportsaison und des Schuljahres 2020/21 setzt seine Institution ein Zeichen des Erfolgs mit der traditionellen Verleihung der Sportawards in den Disziplinen Nordisch, Freestyle und Alpin. Ausserdem wird auch ein Special Award für «besondere Leistungen» verliehen.

Das Internat blieb durchgehend offen

Die traditionellen Ehrungen konnten wegen Corona am vergangenen Freitag nicht in der herkömmlichen physischen Form stattfinden. Allerdings wusste sich die Schulleitung mit einer digitalen Alternative zu helfen. Eskil Läubli liess vor der Bekanntgabe der Preisträger die vergangenen Monate der SSE Revue passieren: «Schülerinnen und Schüler konnten die Saison absolvieren. Das Internat verfolgt ein striktes Schutzkonzept, war immer offen und Präsenzunterricht war jederzeit möglich.» Im Frühjahr 2021 bot die Schule wahlweise Präsenzunterricht in Engelberg oder Fernunterricht via Microsoft Teams an. «Seit Beginn des Jahres werden alle Schüler und das ganze SSE-Team zweimal pro Woche mittels Antigenschnelltest getestet», liess uns Läubli wissen. Die Maturaprüfungen und schulischen Qualitätsverfahren der Kaufmännischen Grundausbildung (KG 3) gehen regulär über die Bühne.

«Es gab beim Schulstoff keinerlei coronabedingte Anpassungen», betont der Geschäftsführer. Die Lehrpläne seien in allen Abteilungen eingehalten worden. Auch Sport konnte nach seinen Aussagen mit geringen Einschränkungen betrieben werden. Läubli weiter: «Intensive Einheiten fanden eher im Freien, mit Abstand aber ohne Masken statt.» Im Skibetrieb seien Trainings praktisch in der ganzen Schweiz möglich gewesen. «Die Mehrheit der Wettkämpfe auf Stufe FIS konnten stattfinden, während die U16-Athleten erst im Frühling Rennen bestritten.» Da sich die Sportlerehrung 2021 wie gewohnt an objektiven sportlichen Leistungen orientiert, beeinflusste Covid-19 die entsprechenden Nominationen, gibt Läubli zu bedenken. «Es gab beispielsweise weniger Wettkämpfe bei den Freestylern und den Nordischen und die U16-Athletinnen und -Athleten in den alpinen Disziplinen hatten ebenfalls weniger Möglichkeiten sich zu präsentieren.»

Besonderer Augenblick im familiären Rahmen

Für die vier Awards 2021 der SSE galten ausschliesslich sportliche Resultate. Sie bedeuten Anerkennung für Bestleistungen innerhalb der Schule sowie seitens der Eltern und Gäste «und sind in diesem familiären Rahmen sicher ein besonderer Augenblick», betont Eskil Läubli. «Wichtiger für diese jungen Athletinnen und Athleten ist jedoch der Aufstieg in das jeweils nächsthöhere Kader ihrer Disziplin und das Erreichen von längerfristigen Zielen», führt der Geschäftsführer weiter aus.

Die Jury, welche die Award-Gewinnerinnen und -Gewinner auserkoren hat, setzt sich aus den verantwortlichen Trainern der Bereiche Alpin, Freestyle und Nordisch, aus einem Vertreter des Verwaltungsrates der SSE und dem Schülerrat zusammen. Sie hat wie folgt entschieden:

Delia Durrer, Ski alpin. Sie überzeugte mit ihrem ersten Weltcup-Einsatz, an der Junioren-WM 2021 sowie mit drei Schweizer-Meister-Titeln der Elite. Inzwischen ist Delia in den B-Kader von Swiss Ski aufgestiegen.

Nils Rhyner, Freestyle. Er belegte den dritten Rang der Gesamtwertung Big Air und Slopestyle des Europacups, wurde Schweizer Meister im Big Air und glänzte mit einem 2. Rang beim Big Air Europacup Premium auf dem Corvatsch.

Yanis Keller, Nordisch. Ausschlaggebend waren zwei Top-Ten-Ränge an der Junioren WM und die beiden Schweizer-Meister-Titel im Sprint und Massenstart der Jugend.

Alessia Bösch, Special Award. Sie wurde ausgezeichnet für die einmaligen sechs Titel bei den Junioren-Schweizer-Meisterschaften der Alpinen.

Interviews mit den Geehrten auf www.sportmittelschule.ch, sowie auf Facebook und Instagram.