Diese Ob- und Nidwaldner Primarschüler kommen hoch hinaus

21 Ob- und Nidwaldner Schulklassen sammeln dieser Tage Klettererfahrung im Seilpark Melchsee-Frutt.

Robert Hess
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Furchtlos: Diese Schülerinnen und Schüler im Seilpark Melchsee-Frutt. (Bild: Robert Hess, Stöckalp, 21. Oktober 2019)

Furchtlos: Diese Schülerinnen und Schüler im Seilpark Melchsee-Frutt. (Bild: Robert Hess, Stöckalp, 21. Oktober 2019)

Kurz vor Beginn der Winterpause am nächsten Wochenende geht es diese Woche im Seilpark Melchsee-Frutt, im Wald nahe der Talstation Stöckalp gelegen, noch einmal hoch zu und her. Schüler der 4. und 6. Klasse aus Ob- und Nidwalden erleben, wie es ist, im Wald wie einst Tarzan von Baumwipfel zu Baumwipfel zu fliegen, auf Hängebrücken zu balancieren oder einen Pendelsprung zwölf Meter in die Tiefe zu wagen.

Selbstverständlich gilt es für alle Beteiligten, das Abenteuer ohne Verletzung oder andere Schäden zu überstehen. Deshalb kommt Sicherheit vor jeglichem Nervenkitzel oder Vergnügen. Garant dafür ist der routinierte Kernser Seilparkbauer Aaron Britschgi, der auch den 2016 eröffneten Seilpark Melchsee-Frutt gebaut hat und diesen auch selber und auf eigene Rechnung führt. Er kann dabei auf ein Mitarbeiterteam von bis zu acht Personen zählen.

Fotowettbewerb gewonnen

Wie aber kommt es, dass 21 Klassen aus Obwalden und Nidwalden gratis den Seilpark bei der Stöckalp besuchen können? Eigentlich war es ganz einfach: Der Verein Forum Melchsee-Frutt (siehe Kasten) hatte einen Fotowettbewerb mit der Aufgabe an die Schulklassen ausgeschrieben, ein möglichst originelles Bild zu gestalten. Über 70 Schulklassen nahmen daran teil und reichten zum Teil «gewöhnliche» Klassenfotos, aber auch glänzend gestaltete Bilder ein. Die Jury wählte die 21 originellsten – je rund zur Hälfte aus Obwalden und Nidwalden – aus und lud die Klassen auf Kosten des Vereins Forum Melchsee-Frutt zu einem rund dreistündigen Besuch des Seilparks bei der Talstation Stöckalp ein.

Am Montag hatte unsere Zeitung Gelegenheit, zusammen mit Vereinspräsident Walter Ettlin und Bettina Hübscher, Präsidentin der Verwaltungskommission Sportbahnen, die jungen Abenteurer der Schulen Oberdorf, Kerns, St.Niklausen/Melchtal und Alpnach im Sportpark zu begleiten. Die Schüler wurden neben dem Seilpark-Team auch von den Lehrern betreut. «Selbstverständlich sind die Eltern vorher umfassend informiert worden», sagte die Oberdorfer Lehrerin Ramona Christen. «Niemand äusserte Bedenken, aber wir sind ja auch nicht kompliziert», sagte sie und überprüfte die richtige Einstellung des Klettergurtes mit dem Seil einer Schülerin.

«Das isch eifach super»

Eindrücklich waren für die Besucher und Leiter Aaron Britschgi der Mut und die Geschicklichkeit der meisten Schüler, aber auch die Disziplin, das Verantwortungsbewusstsein und die Hilfsbereitschaft untereinander, wenn es für einmal nicht auf Anhieb klappen wollte. «Das isch eifach super», brachte auch die Viertklässlerin Vera der Schule St.Niklausen/Melchtal die Sache auf den Punkt und klinkte sich selbstbewusst-perfekt ins Seil des nächsten Parcours ein.

Rund 15 Klassen konnten ihren Gewinn in den vergangenen Tagen einlösen, die restlichen dürfen nach Wiedereröffnung des Seilparks im Mai 2020 ins Abenteuer einsteigen.

Unsere Bildergalerie zeigt, wie Schulklassen die Aufgabe gelöst haben: