Drift-Meisterschaft
Zwei Emmetter geben in Amerika wortwörtlich Vollgas

Mit grossem persönlichem Einsatz sind zwei Emmetter an den Drift-Meisterschaften in den USA mit von der Partie.

Christoph Näpflin
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Joshua Reynolds, einer der beiden Driftathleten aus Emmetten, bei der Autogrammstunde anlässlich der Formula Drift 2022.

Joshua Reynolds, einer der beiden Driftathleten aus Emmetten, bei der Autogrammstunde anlässlich der Formula Drift 2022.

Bild: PD

Joshua Reynolds und Yves Meyer, zwei junge Rennfahrer aus Emmetten, mischen in der amerikanischen Formula Drift 2022, der weltweit bedeutendsten Liga in dieser Sportart, mit. Driftsport ist eine Motorsportart, die aus der gleichnamigen Fahrtechnik entstanden ist. Hierbei versucht der Fahrer, sein Fahrzeug zum Übersteuern zu bringen, während er die Kontrolle und ein hohes Fahrtempo beibehält.

«Es ist eine Leidenschaft, welche viel Konzentration und eine gute Beherrschung des Fahrzeuges braucht»,

erklärt Yves Meyer seine grosse Begeisterung an dieser Rennsportart. Nach Rennen in Atlanta und Orlando war das Team der beiden Nidwaldner vor ein paar Tagen in New Jersey am Start. «Nach einem unglücklichen Zwischenfall, der allerdings glimpflich verlaufen ist, mussten wir anstelle des Trainings unsere Wagen reparieren», erklärte Yves Meyer den missglückten Start. Nach einer Aufwärmrunde gelange es dem jungen Nidwaldner dann aber, ohne vorherige Übung, auf dieser Rennstrecke einen sehr gut bewerteten Lauf zu fahren und in das Sechszehntelfinal einzuziehen.

Der junge Emmetter Yves Meyer ist bei den amerikanischen Drift-Meisterschaften auf dem 18. Meisterschaftsrang vorgedrungen.

Der junge Emmetter Yves Meyer ist bei den amerikanischen Drift-Meisterschaften auf dem 18. Meisterschaftsrang vorgedrungen.

Bild: PD

Yves Meyer musste im nächsten Schlagabtausch mit dem Japaner Wataru Masuyama auf die Driftstrecke. «Obwohl wir beide ein sauberes Rennen ohne ersichtliche Fehler abgeliefert haben, entschieden sich die Sachrichter zu Gunsten des Asiaten und leider gegen mich», gab sich der junge Rennfahrer aus Emmetten enttäuscht.

Joshua Reynolds muss noch etwas warten

Dank der Punkte aus dem Qualifying stiess Yves Meyer dennoch vom 24. auf den 18. Meisterschaftsrang vor. Mit der einwandfrei funktionierenden Technik seines Rennwagens und den speziell für diese Rennen entwickelten Reifen aus Korea mit grösserer Reifenbreite und stärkeren Flanken wird der erfahrene Drifter die ganze Kraft nun noch besser und gezielter auf die Rennstrecke bringen können. «Ich bin zuversichtlich, in der Meisterschaft noch weiterzukommen», gibt sich der junge Rennfahrer sehr optimistisch für die Zukunft.

Weniger Glück mit dem Material hat der Teamkollege Joshua Reynolds aus Emmetten. Er wartet auf ein Ersatzteil für die Vorderachse.

«Wie lange es dauern wird, bis ich wieder aktiv am Rennen teilnehmen kann, ist leider im Moment ungewiss»,

bedauert Joshua Reynolds die aktuellen Lieferengpässe. Der nächste Event der Formula Drift, der jeweils mehrere Zehntausende Besucher an die Rennstrecke bringt, beginnt bereits in wenigen Tagen in St. Louis im US-Bundesstaat Illinois. Klar wollen die beiden Emmetter Rennfahrer auch da wieder mitmischen können.