ENGELBERG: Alte Turnhalle wieder frei für Sportler

Die Stiftsschule Engelberg eröffnete die frisch sanierte «Alte Turnhalle» neu. Sie ist über 80 Jahre alt und hatte darum einiges nötig.

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Die renovierte Turnhalle der Stiftsschule Engelberg wurde am 24. September 2010 eingeweiht. (Bild Martin Uebelhart/Neue OZ)

Die renovierte Turnhalle der Stiftsschule Engelberg wurde am 24. September 2010 eingeweiht. (Bild Martin Uebelhart/Neue OZ)

Neben dem Festakt mit Festreden gab es am Samstag auch sportliche Aktivitäten, musikalische Unterhaltung und kabarettistische Einlagen an der Eröffnungsfeier für die frisch sanierte Turnhalle. Eingeweiht wurde sie von Abt Berchtold Müller.

Vor über 80 Jahren wurde das Lyzeum als neues Internatsgebäude in Engelberg gebaut. In diesem Gebäude ist auch die «Alte Turnhalle» integriert. Ihr hohes Alter liess sich schon lange nicht mehr kaschieren: Die Wände bröckelten, der Boden war zerfurcht, die Deckenplatten waren an vielen Stellen gebrochen. Eine gründliche Sanierung war unumgänglich.

Diese wurde nun erfolgreich durchgeführt. Die Ecken und Kanten wurden durch eine Prallwand entschärft. Der Boden, die Decke und die Beleuchtung erneuert. «Dank den Sanierungen erfüllt die Halle nun die neusten Sicherheitsrichtlinien», erklärt Thomas Ruprecht, Rektor der Stiftsschule Engelberg. Zudem wurde die gesamte Durchlüftung verbessert und die Halle so aufgefrischt, dass sie nun wieder als Mehrzweckhalle benutzt werden kann. Im Vordergrund stehen zwar weiterhin sportliche Anlässe, doch sollen auch andere grosse Veranstaltungen in der Halle Platz finden.

Schulbetrieb nicht beeinträchtigt
Finanziert wurde die Renovation mit verschiedenen Mitteln. Der Alt-Engelberger-Verein startete einen grossen Spendenaufruf an seine Mitglieder und an die Freunde der Stiftsschule. Das Ziel war es, die vom Verein gesprochene Summe für die Sanierung zu verdoppeln. Das Ziel wurde erreicht. Zusammen mit den Spendern konnte der Verein schliesslich den Löwenanteil der Kosten von total 200 000 Franken übernehmen. Die Denkmalpflege finanzierte die Restaurierung historischer Elemente, das Kloster zeichnete für die Deckung der restlichen Kosten verantwortlich.

Um den Schulbetrieb möglichst nicht zu beeinträchtigen, wurde die Sanierung während der Sommerferien vorgenommen. In den sieben Wochen konnten die grössten Arbeiten durchgeführt werden, sodass nach dem Schulstart nur noch Detailarbeiten anstanden. Der Schulbetrieb war zu keiner Zeit eingeschränkt. «Die Schüler waren nach den Sommerferien überrascht, dass sich das Bild der Halle in so kurzer Zeit verändert hat», so Thomas Ruprecht. Die Halle genügt nun nicht nur den Sicherheitsansprüchen, sondern kann sich auch optisch wieder sehen lassen.

Jonas von Flüe