ENGELBERG: Sie beenden eine fast 100-jährige Tradition

600 Schafe zogen gestern von der Alp Oberarni nach Wolfenschiessen. Die Schafzuchtgenossenschaft beschliesst damit ein Kapitel.

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Die Schafherde zieht ins Tal. Dank den farbigen Zeichen können die Tiere auseinandergehalten werden. (Bild Laura Vercellone/Neue OZ)

Die Schafherde zieht ins Tal. Dank den farbigen Zeichen können die Tiere auseinandergehalten werden. (Bild Laura Vercellone/Neue OZ)

Für die Schafzuchtgenossenschaft Nidwalden verschwindet eine Tradition. 90 Jahre lang hat sie auf der Alp Oberarni ob Engelberg unzählige Schafe gesömmert. Nun haben die Züchter die Pacht aufgelöst, am Samstag war die letzte Alpabfahrt unter ihrem Namen.

Die Schafe stammen von Bauern aus Obwalden, Nidwalden, Luzern und dem Aargau. Über die Hauptstrasse trieben die Hirten die Schafe ins Tal. «Der Alpabzug ist zu einem kulturellen Anlass geworden», so Karl Scheuber, Präsident der Schafzucht­genossenschaft. Die Polizei eskortierte den Strom von Schafen durch die Strassen. Der Verkehr wurde möglichst auf Nebenstrassen umgeleitet.

Die Pacht der Alp Oberarni geht nun an Christoph Scheuber aus Stansstad. Sein Bruder Martin Scheuber wird seine Schafe auf der Alp weiden lassen. Sie wird bewirtschaftet wie bisher, nun halt auf privater Basis.

Joël von Moos

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.