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Fasnachtsumzug Giswil: «Fido allei uf dä Pischtä, Frauchen i de Chischtä»

Mit viel Witz widmeten sich die Giswiler an ihrem Umzug dem Dorfgeschehen wie der neuen Leinenpflicht für Hunde.

Richard Greuter
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Der Giswiler Fasnachtsumzug ist immer wieder etwas Besonderes. Dies war auch gestern Nachmittag der Fall. Insgesamt 24 Umzugsnummern, etwas mager könnte man auf den ersten Blick ins Programm meinen. Doch halt: Einige Umzugssujets waren so umfangreich gestaltet, dass sich schliesslich weit mehr als 30 Wagen den Zuschauern präsentierten. Zahlreiche mit viel Liebe und in unzähligen Arbeitsstunden gebastelte farbenfrohe, und originelle Sujets vermochten die Zuschauer zu begeistern. Dazwischen rassige Guggenmusik, die jeweils mit Applaus belohnt wurde.

Fido muss neuerdings an die Leine

Wenn die Giswiler etwas anpacken, dann machen sie es richtig. Um das Publikum für das kantonale Schwingfest mit dem richtigen Fieber zu infizieren, stellten die Geissälpler Giswil, ein Bubenschwinget inklusive eine Cüpli-Bar mit den Königen auf die Beine.

Die Schneckenpost am Fasnachtsumzug Giswil.

Die Schneckenpost am Fasnachtsumzug Giswil.

Bild: Izedin Arnautovic, (Giswil, 23. Februar 2020)

Fasnächtliche Würdigung fand auch die Leinen-Pflicht für Hunde, die Giswil als letzte Gemeinde eingeführt hatte. «Fido allei uf dä Pischtä, Frauchen i dä Chischtä», stand auf einem Wagen. Einen Leinentest nahmen die Bickelstumpfer zum Gaudi der Zuschauer etwas sehr genau. Auch die letzte Metzgerei, die ihren Laden schloss, und die Feuerwehr, die bei dem vielen Rauch und Getöse dafür sorgte, dass nichts anbrennt, durften nicht fehlen.

Mützen aus «Muiggen»-Felle für Tierschützer

Wie bei anderen Umzügen richteten auch die Giswiler einen Blick auf die Klewenalp und widmeten sich den erschossenen Murmeltieren. Dabei meinte die Gruppe 360 Grad dr Näbe mit einem Seitenhieb: Aus den Fellen gab es warme Mützen, die werden vor Kälte an der Tierdemo schützen. Die Tyyfels-Chrampfer nahmen das Verkehrschaos bei der Lopper-Baustelle aufs Korn. Für den Zirkus Knie, der in diesem Jahr sein 100 jähriges Jubiläum feiert, hiess es Manege frei. Mehrere Umzugswagen gaben mit viel Ein­fallsreichtum einen fasnächtlichen Einblick in die Zirkuswelt. «Es gibt immer was zu tun», hiess es bei Hornbach. Da wurde fleissig gebohrt, gehämmert, betoniert, gepflastert und geschaufelt.

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