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Referendum setzt Psychiatriestandort aufs Spiel

Beitrag zum Referendum gegen den Objektkredit für die Sanierung und Erweiterung der Psychiatrie Sarnen.

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Die gemeinsame Psychiatrie OW/NW am Standort in Sarnen wurde im Jahre 2017 mit der luzernischen Psychiatrie (Lups) zusammengeschlossen. Im Konzept der Lups wurde Sarnen als stationärer und ambulanter Standort weiterhin belassen, ein Vertrauensbeweis für Obwalden. In der Zusammenarbeitsvereinbarung wurde aber auch festgehalten, dass der Standort nicht mehr den Ansprüchen einer modernen stationären Psychiatrie genüge und deshalb renoviert und modernisiert werden müsse.

Ein Projekt liegt nun pfannenfertig vor, hervorgegangen aus politischen Prozessen und bis jetzt getragen von allen politischen Parteien. Keine Gegenwehr, als das heutige Psychiatriegebäude unter kantonalen Denkmalschutz gestellt wird, aber auch keine Opposition bei der Zustimmung zum Planungskredit. Ebenso hat der Kantonsrat ganz klar dem Sanierungs- und Erweiterungsprojekt zugestimmt. Und jetzt soll plötzlich alles nicht mehr stimmen? Eine Fotovoltaikanlage fehle! Kann denn eine solche Anlage überhaupt auf dem Dach des Psychiatriegebäudes wirtschaftlich betrieben werden? Überteuerte Sanierung!

Es geht nicht nur um eine Sanierung, sondern auch um eine Erweiterung einer modernen, sicheren und patientenfreundlichen Psychiatrie. Der Psychiatriestandort Obwalden kann damit durch langfristige Mietverträge gesichert werden. Mit Annahme des Referendums verlieren wir nicht nur das Gesicht gegenüber unserem Partner Lups, dem Bund (Isos) und unseren psychiatrischen Patienten, sondern wir verlieren unseren stationären Psychiatriestandort, der ein wichtiges Bindeglied zum Standort Kantonsspital Obwalden mit wichtigen Synergien ist. Somit stimme ich mit Überzeugung dem vorliegenden Projekt zu und sage: Ja zum Objektkredit.

Bruno Dillier, Hausarzt, Giswil