Generalversammlung
Präsidium der Obwalden Tourismus AG bleibt vorerst unbesetzt

Thorsten Fink übernimmt vorübergehend die Leitung von Obwalden Tourismus. Florian Spichtig und Josef Inderbitzin verlassen den Verwaltungsrat.

Philipp Unterschütz
Drucken

Die Obwalden Tourismus AG (OT AG) hat schwer unter der Pandemie gelitten. Die Jahresrechnung 2020 weist einen Verlust von rund 80'000 Franken auf, dabei musste jedoch mit etwas mehr als 67'000 Franken Erlösminderungen aufgrund der drohenden Insolvenz einiger Leistungsträger gerechnet werden. Wie aus einer Medienmitteilung der OT AG hervorgeht, wurden diese Jahresrechnung und auch alle anderen Traktanden bei hoher Stimmbeteiligung genehmigt. Eine physische Generalversammlung blieb den Aktionärinnen und Aktionären aber auch dieses Jahr verwehrt, die Abstimmungen fanden auf schriftlichem Weg statt.

Eine grosse Veränderung gibt es im Verwaltungsrat. Mit Florian Spichtig und Josef Inderbitzin traten nämlich sowohl der Präsident als auch der Vizepräsident nach achtjähriger Tätigkeit zurück. «Ungern verlassen sie das Steuer in diesem Sturm», schreibt die OT AG in ihrer Mitteilung. Der Schritt sei aber schon vor einem Jahr intern angekündigt worden.

Thorsten Fink aus Kerns leitet ad interim die Obwalden Tourismus AG.

Thorsten Fink aus Kerns leitet ad interim die Obwalden Tourismus AG.

Bild: PD

Das Präsidium der OT AG wird aufgrund des laufenden Wirkungsberichts zum Obwaldner Tourismusgesetz vorerst nicht neu besetzt. Der langjährige Verwaltungsrat und Kernser Hotelier Thorsten Fink ist seit der GV Vizepräsident und leitet den Verwaltungsrat ad interim. «Wir haben diesen Schritt nach Absprache im Verwaltungsrat und nach Rücksprache mit dem Volkswirtschaftsdepartement als Verfasserin des Wirkungsberichtes getroffen», erklärt Thorsten Fink auf Anfrage. Zuerst müsse der Wirkungsbericht zum Tourismusgesetz vorliegen, damit die künftige Strategie definiert werden könne. «Der neue Präsident soll zur zukünftigen Ausrichtung und Strategie, die der Kantonsrat beschliessen wird, passen.» Wie diese aussehe, sei noch völlig offen. «Es ist ja auch kein Geheimnis, dass einige Anbieter mit dem jetzigen Gesetz nicht zufrieden sind. Es könnte also durchaus auch zu grösseren Änderungen kommen.» Er selber erachte sich derzeit für das Präsidium nicht geeignet, weil er seinen Haupterwerb während fünf Tagen in Saas Fee habe. «Der Präsident von Obwalden Tourismus sollte aber vor Ort sein», so Fink weiter.

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde der Kernser Gemeinderat Stefan Flück. Das Gremium besteht damit aktuell aus sieben Mitgliedern.

Im Rahmen von Marketingmassnahmen präsentiert sich Obwalden Tourismus ab Montag während sechs Wochen gemeinsam mit seinen touristischen und wirtschaftlichen Partnern in einem Pop-up-Store in Basel am Aeschengraben 6.