Obwalden
Juso will keinen Leistungsabbau beim Kantonsspital und droht mit Referendum

Die Juso Obwalden macht sich stark für den Erhalt des Kantonsspitals Obwalden in seiner heutigen Form. Ein Abbau des Angebots kommt für die Jungsozialistinnen und -sozialisten nicht in Frage.

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Das Kantonsspital Obwalden.

Das Kantonsspital Obwalden.

Bild: Patrick Huerlimann, (Sarnen, 24. Mai 2022)

Die Juso Obwalden zeigt sich zwar erfreut darüber, dass der Schlussbericht der Taskforce Versorgungsstrategie im Akutbereich endlich veröffentlich worden ist und damit mehr Transparenz geschaffen wurde. Für die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten gibt es jedoch nur einen künftigen Weg: den Erhalt des Kantonsspitals. «Ein Abbau des Angebots kommt nicht in Frage und steht im Widerspruch zu einer zukunftsgerichteten Entwicklung des Kantons», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Das Kantonsspital Obwalden stelle eine zentrale Organisation für die Obwaldner Gesundheitsversorgung dar. Das Sarneraatal brauche sichere und kurze Rettungswege und eine regional verankerte, stationäre Gesundheitsversorgung. Um die Bevölkerung über einen geplanten Abbau des Kantonsspitals entscheiden zu lassen, werde die Juso gegen eine diesbezügliche Änderung des Gesundheitsgesetzes das Referendum ergreifen.

Der Kanton Obwalden habe dafür zu sorgen, dass alle, speziell auch die besonders schutzbedürftigen Patientinnen und Patienten, jederzeit Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsleistungen im Sarneraatal haben.

«Die Frage ist nicht, ob wir das Spital finanzieren können, sondern wie»,

lässt sich der Co-Präsident der Juso Obwalden, Dario Bellwald, in der Mitteilung zitieren. «Wenn die finanziellen Mittel anscheinend nicht da sind, trotz der vorgestellten Überschüsse des Kantons, so handelt es sich hier um eine unnötige Abbaumassnahme. Falls dem Kanton die Gelder für eine grundlegende Gesundheitsversorgung und eine Geburtsabteilung fehlen, dann sollten wir unsere unsoziale Steuerstrategie überdenken und sicherlich nicht den Service public abbauen», wird Co-Präsidentin Anna Maria Mathis zitiert. (pd/inf)