GEWERBEVERBAND OBWALDEN: Bleikers klare Worte zu «Pilatus»

Der Gewerbeverband Obwalden hat sich in Kerns zur 89 Gewerbeversammlung getroffen. Und dabei aus dem Regierungsrat deutliche Worte zu «Pilatus» gehört.

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Niklaus Bleiker. (Bild Manuela Jans / Neue LZ)

Niklaus Bleiker. (Bild Manuela Jans / Neue LZ)

Deutlich über die übliche Grussbotschaft der Regierung hinaus gingen die Worte des Obwaldner Volkswirtschaftsdirektors Niklaus Bleiker am Schluss der Generalversammlung des kantonalen Gewerbeverbandes vom Donnerstagabend in Kerns.

Nächstes Mal ein anderer Kanton
Bleiker gratulierte vorerst der Gasser Felstechnik AG Lungern zum 2. Rang des Zentralschweizer Innovationspreises. Dann sicherte der Obwaldner Volkswirtschaftsdirektor dem Gewerbe und den KMU die Unterstützung der Regierung zu. «Ich selber», so fuhr Bleiker fort, «habe derzeit auch keine Hemmungen, mich für Ihre Nidwaldner Kollegen einzusetzen.»

Der Entscheid des Bundesrates in Sachen Pilatus-Flugzeugwerke könne nicht einfach so hingenommen werden, auch wenn man davon nur als Nachbarkanton betroffen sei. «Solche willkürlichen Entscheide können das nächste Mal einen andern Kanton treffen», erklärte der Volkswirtschaftsdirektor.

Auf Druck gewisser Kreise stelle der Bundesrat beim Werkplatz Zentralschweiz mehr als 1500 Arbeitsplätze in Frage. «Für mich ist das ein unverständlicher Entscheid», kommentierte Bleiker. Im Hinblick auf «gewisse Politikreisli einzelner Mitglieder des Bundesrates könnte man gar von einem schleierhaften Entscheid sprechen.»

Anderseits akzeptiere der gleiche Bundesrat einen illegalen Streik in einem defizitären Bundesbetrieb. «Und honoriert diese illegale Aktion, die Millionen von Franken gekostet hat, noch mit Steuer-Millionen an Subventionen und gibt dazu noch eine Bestandesgarantie ab.» Da könne man nur noch sagen «schleierhaft», meinte Niklaus Bleiker unter dem Beifall der GV.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel über die GV des Gewerbeverbands Obwalden lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.