Giswil
Gemeinde will zwei Millionen Franken Darlehensschulden der Stiftung Betagtensiedlung in Eigenkapital umwandeln

Darlehen in der Höhe von 3,5 Millionen Franken bekam die Stiftung von der Gemeinde. Nun beantragt der Gemeinderat, einen Teil des Darlehens in Stiftungskapital umzuwandeln. Die Giswiler stimmen am 28. November darüber ab.

Matthias Piazza
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Das Giswiler Alterszentrum dr Heimä.

Das Giswiler Alterszentrum dr Heimä.

Bild: Eveline Beerkircher (Giswil, 26. Oktober 2021)

Die Stiftung Betagtensiedlung dr Heimä Giswil (BSG) betreibt seit 1985 das gleichnamige Alterszentrum. Sie hat damit die Aufgaben übernommen, welche gemäss kantonaler Gesundheitsgesetzgebung den Gemeinden übertragen sind. Doch die Stiftung war finanziell nie auf Rosen gebettet, besitzt auch heute nur wenig Eigenkapital. Für den ersten Erweiterungsbau 1994 stellte ihr die Gemeinde darum ein zinsloses Darlehen in der Höhe von 2,5 Millionen Franken zur Verfügung. 350'000 Franken wurden schon zurückbezahlt. Ein weiteres Darlehen für eine Million Franken sprach der Gemeinderat 2014. Der Restsaldo dieses Darlehens beträgt noch 0,7 Millionen Franken.

Der Stiftungsrat hat den Gemeinderat um eine Teilumwandlung des Darlehens von 1992 in der Höhe von 2 Millionen Franken in Stiftungskapital ersucht. Darüber stimmen die Giswiler am 28. November an der Urne ab. Der Restsaldo von aktuell 150'000 Franken wird vereinbarungsgemäss in den nächsten drei Jahren zurückbezahlt.

«Gemeindefinanzen erlauben es»

Aufgrund des geringen Stiftungskapitals von nur 15'000 Franken befinde sich die Bilanz der BSG seit der Gründung in Schieflage, was sich im Verlaufe der Jahre zunehmend negativ auf die finanzielle Lage auswirke und den Handlungsspielraum des Stiftungsrates einschränke, schreibt der Gemeinderat in der Abstimmungsbotschaft. Der Stiftungsrat verfolge nach wie vor das Ziel, die längst fällige Sanierung der Bilanz zu erreichen. Dafür sei man auf die Unterstützung der Gemeinde angewiesen.

Gemeindepräsident Beat von Wyl spricht von einer guten Lösung. «Unsere Gemeindefinanzen erlauben es, dieser Stiftung, die einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag wahrnimmt, die notwendige Korrektur zu ermöglichen.»