KAMPFJETABSTURZ: Daten aus der F/A-18-Blackbox ausgelesen

Der Schlussbericht der Militärjustiz zur möglichen Ursache des F/A-18-Absturzes am 23. Oktober in Alpnachstad erscheint frühestens in einem halben Jahr. Dies sagte Martina Hugentobler, Sprecherin der Militärjustiz, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

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Wracktreile des Abgestürzten Kampfjets F/A 18 werden von Spezialisten untersucht. (Bild: Keystone)

Wracktreile des Abgestürzten Kampfjets F/A 18 werden von Spezialisten untersucht. (Bild: Keystone)

Inzwischen gab der leitende Untersuchungsrichter Alexander Pfister drei Gutachten in Auftrag. Diese sollen Aufschluss darüber geben, ob ein technisches, fliegerisches oder medizinisches Problem zum Absturz führte oder eine Kombination davon.

Ergeben die Gutachten zusammen kein eindeutiges Bild, seien weitere Abklärungen nötig. Dazu zählen könnte etwa die Rekonstruktion des abgestürzten Jets in einer Halle, sagte Hugentobler.

Teilergebnisse werden nicht bekanntgegeben

Eine solche Ausweitung der Untersuchung würde die geplante Publikation des Schlussberichts im Frühling 2014 verzögern. Teilergebnisse will die Militärjustiz gemäss der Sprecherin nicht bekanntgeben.

Herzstück der Untersuchung ist die Auswertung des Flugdatenschreibers, der aus dem Wrack des F/A-18 geborgen worden war. Die Blackbox zeichnet jeweils Angaben unter anderem zu Höhe, Geschwindigkeit, Kurs, Fluglage und Triebwerken auf.

Die Daten auf der Blackbox hätten inzwischen ausgelesen werden können. Sie würden nun ausgewertet, sagte Hugentobler.

Der F/A-18-Kampfjet der Schweizer Armee war am 23. Oktober kurz vor 14 Uhr in Alpnachstad im Kanton Obwalden abgestürzt. Bei einem Trainingsflug prallte der Doppelsitzer aus noch unbekannten Gründen bei trübem Wetter in die Felswand beim Lopper. Beim Absturz kamen der Pilot sowie ein Fliegerarzt, der als Passagier an Bord war, ums Leben.

Ein Augenschein vor Ort an der Unglücksstelle am Lopper zeigte, dass die Bäume in der steilen, bewaldeten Bergflanke auf einer Fläche so gross wie ein Fussballfeld umgemäht wurden (Bild: Keystone)
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Die Militärpolizei sichert Spuren am Unfallort. (Bild: Keystone)
Spezialisten der Schweizer Armee suchen nach Absturzteile. (Bild: Keystone)
Spezialisten des forensischen Instiuts bei der Spurensicherung. (Bild: Keystone)
Die Unfallstelle am Lopper (Bild: Keystone)
Militärhelikopter kreisten immer wieder über der Unglücksstelle und brachten Personal an besonders unzugängliche Stellen. (Bild: Keystone)
Ein Wrack der F/A 18 liegt neben der Kantonsstrasse. (Bild: Keystone)
Spezialisten der Schweizer Armee untersuchen den Unfallort . Auf dem Bild zu sehen ist die abgebrochene Spitze des verunfallten F/A-18 Kampfsjets bei Alpnach. (Bild: Keystone)
Im See wurden Taucher eingesetzt. Die Frage, ob eine der Leichen im See gefunden worden ist, konnte die Militärjustiz nicht beantworten. (Bild: Keystone)
Polizisten sichern den Alpnachersee, im Hintergrund die Unfallstelle. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Feuerwehr Stansstad auf dem Alpnachersee, im Hintergrund holt der Superpuma Wasser. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die Absturzstelle bei Alpnach (Bild: Keystone)
30 Sekunden nach dem Unglück hat Leserreporter Joel Ramseier dieses Bild geschossen. (Bild: Leserreporter)
Eine Leserreporterin fotografierte am Mittwoch diesen Löschhelikopter am Alpnachersee hinter dem Flugplatz. (Bild: Leserreporterin)
Polizei sichert das Gebiet auf dem Alpnachersee. (Bild: Keystone)
Bei den Löscharbeiten am Lopper kommt ein Superpuma zum Einsatz... (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
... und wirft das Wasser über der Unfallstelle ab. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Im Minutentakt holt der Helikopter Wasser aus dem Alpnachersee. (Bild: Keystone)
Der Unglücksort befindet sich direkt beim Loppertunnel oberhalb der Kantonsstrasse - beim Grenzstein zwischen den Kantonen Ob- und Nidwalden. (Bild: Keystone)
Auch die Rega flog Einsätze. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Ein Polizeiboot auf dem Alpnachersee. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Blick auf die Absturzstelle. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Auch die Feuerwehr war mit einem Grosseinsatz vor Ort. (Bild: Leserreporer)
Aus dem Wald üder dem «Tälli» steigt Rauch auf. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Die Ölwehr im Einsatz: (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Eine Ölsperre wird errichtet. (Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler)
Bild: Keystone/EPA/Urs Flueeler
EIn Helikopter über der Absturzstelle. (Bild: Leserreporter)
Die Absturzstelle und ein Bild des abgestürzten Kampfjets. (Bild: Keystone / Leserreporter)
F/A-18 Pilot Pierre de Goumoens: «Die Umkehrkurve wird abgebrochen, wenn der Pilot merkt dass er sie nicht zu Ende führen kann. Das ist eine normale und trainierte Notfallsituation. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann: «Es ist ein schwarzer Tag für die Luftwaffe.» (Bild: Keystone)
Korpskommandant Aldo C.Schellenberg: In Gedanken sind wir bei den Piloten und seinen Angehörigen.» (Bild: Keystone)

Ein Augenschein vor Ort an der Unglücksstelle am Lopper zeigte, dass die Bäume in der steilen, bewaldeten Bergflanke auf einer Fläche so gross wie ein Fussballfeld umgemäht wurden (Bild: Keystone)

sda