Kanton Obwalden
Die Finanzen bereiten der Pro Senectute Sorgen

Für das vergangene Jahr 2021 musste der Verein einen Verlust von 17'605 Franken verbuchen. Damit sei man allerdings «mit einem blauen Auge» davongekommen.

Markus Villiger
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Präsident Franz Enderli (links) zusammen mit den Neugewählten Karin Sonderer und Tony Pfleger.

Präsident Franz Enderli (links) zusammen mit den Neugewählten Karin Sonderer und Tony Pfleger.

Bild: Samuel Büttler Photographie/PD

Die 21. Stiftungsversammlung von Pro Senectute Obwalden stand im Zeichen des 100-Jahre-Jubiläums des Kompetenzzentrums für das Alter. Darüber haben wir bereits berichtet. Wie von Präsident Franz Enderli und Geschäftsleiter Daniel Diem zu vernehmen war, bereiten die Finanzen Pro Senectute Obwalden weiterhin Sorgen. Im vergangenen Jahr musste ein Verlust von 17’605 Franken verbucht werden. «Wir sind im vergangenen Jahr noch mit einem blauen Auge davongekommen», bilanzierte Geschäftsleiter Diem und dankte den Gemeinden, dem Kanton und dem Bundesamt für Sozialversicherung für die seit Jahren gewährte finanzielle Unterstützung.

Zurzeit seien noch einige wichtige Fragen offen, führte der Geschäftsleiter aus und stellte konkret fest, «für das Jahr 2023 und danach fehlen uns noch wichtige Beiträge, und entsprechend müssen wir uns diesbezügliche Massnahmen überlegen». Stiftungspräsident Franz Enderli betonte:

«Wir gehen zuversichtlich in die Gesprächsrunde mit dem Kanton und den Gemeinden und stellen ein erfreuliches Wohlwollen unserer Organisation gegenüber fest.»

Wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist, haben die Bestellungen des Mahlzeitendienstes gegenüber vom Vorjahr von 7789 auf 7986 zugenommen. Insgesamt profitierten 76 Bezügerinnen und Bezüger von dieser Dienstleistung. Die vielfältigen Kurse konnten eine Rückkehr der Teilnehmenden verzeichnen. Im Bereich Bildung wurden fast gleich hohe Zahlen wie vor der Pandemie erreicht, und der Bereich Sport ist mit
60 Prozent ebenfalls erfreulich wieder zurück.

Die Pandemie beeinflusste allerdings erneut die Arbeit der Ortsvertreterinnen. Anstelle des Geburtstagsbesuches wurde eine Gratulationskarte in den Briefkasten gelegt, die Glückwünsche wurden zum Teil telefonisch übermittelt. Und in 1135 Schullektionen bauten Freiwillige generationenübergreifende Brücken und stärkten das Verständnis zwischen den Generationen.

Neu- und Bestätigungswahlen

Als Nachfolgerin von Monika Bucher, Sarnen, wurde neu Karin Sonderer, Engelberg, als Ortsvertreterin in die Stiftungsversammlung gewählt. Seit 2010 wirkt sie als Ortsvertreterin im Klosterdorf. Mit Beifall wurde der 66-jährige Tony Pfleger aus Kerns in den Stiftungsrat gewählt. Er war während 20 Jahren Leiter des Sozialamts und wirkt als Laienrichter am Kantonsgericht. Im Stiftungsrat wiedergewählt wurden Susanne Imfeld-Johner, Engelberg, und Franz Enderli, Kerns. Mit Dankesworten wurde Dr. Nicolas Arquint als Mitglied der Stiftungsversammlung verabschiedet.

Auf strategischer Ebene sind in vier Gemeinden Projekte mit den Behörden am Laufen. Einerseits geht es darum, die Gemeinden auf die steigende Zahl der Seniorinnen und Senioren vorzubereiten, andererseits werden schon einzelne Massnahmen umgesetzt, welche auch künftig ein Unterstützungsnetzwerk für betagte Menschen zu Hause sicherstellen sollen.