Kantonalbank
OKB-Jahresrechnung genehmigt

Die Obwaldner Kantonalbank entrichtet dem Kanton für 2020 total 9,82 Millionen Franken. Trotz Covid-19 wurde ein sehr guter Abschluss erreicht.

Florian Arnold
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Die Rechnung der OKB wurde einstimmig genehmigt.

Die Rechnung der OKB wurde einstimmig genehmigt.

Bild: Manuela Jans-Koch (Sarnen, 21. Januar 2021)

Die Obwaldner Kantonalbank hat 2020 einen Bruttogewinn von 28,76 Millionen Franken erzielt. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 15,6 Millionen Franken. Insgesamt entrichtet die Bank dem Kanton Obwalden 9,82 Millionen als Gewinnausschüttung und für die Abgeltung der Staatsgarantie. Die Jahresrechnung wurde ohne Gegenstimme genehmigt (1 Enthaltung).

Die Bank konnte denn auch von sämtlichen Fraktionen des Kantonsrats Lob entgegennehmen. «Die OKB kommt ihrem Grundauftrag voll und ganz nach», sagte Marcel Jöri (CVP, Alpnach). Die gut abgestützte Strategie halte auch Krisen stand, wie man nun während des Coronajahrs gesehen habe. «Die Bankführung hat früh reagiert und die nötigen Massnahmen getroffen», sagte Kommissionspräsident Ivo Herzog (SVP, Alpnach). Die Bank habe jederzeit voll für die Kunden und die Wirtschaft funktioniert.

Die Bilanz der Bank betrage heute das doppelte BIP von Obwalden. Das könne wegen der Staatsgarantie auch Risiken bringen. Die OKB sei aber ohnehin systemrelevant, sodass der Kanton in einer Krise eingreifen müsste. «Da dürfen wir uns keinen Sand in die Augen streuen», so Herzog.

Ein wichtiges Thema der Bank sei die Nachhaltigkeit. Es werde nicht einfach ein «Greenwashing» betrieben, so Herzog. Karin Flühler (SP, Engelberg) gab sich etwas enttäuscht, dass der Nachhaltigkeit nur zwei Seiten im Geschäftsbericht gewidmet wurden. Sie anerkennt aber, dass in Kundengesprächen auch auf nachhaltige Optionen aufmerksam gemacht werde. Lob hatte sie auch für die Bemühungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie übrig.

OKB-CEO Bruno Thürig.

OKB-CEO Bruno Thürig.

Bild: Martin Uebelhart (Sarnen, 18. Februar 2021)

Joe Vogler (CSP, Lungern) sagte, die OKB sei nicht nur wegen ihres Gewinns und der Ausschüttung wichtig. «Sie ist auch eine wertvolle Wirtschaftsstütze als Arbeitgeber und Ausbildner.» So wurde die Bank in einem Vergleich zu einem der besten 20 Ausbildungsbetriebe der Schweiz ausgezeichnet. Viel Lob durfte auch der abtretende CEO Bruno Thürig entgegennehmen. Hanspeter Scheuber (CSP, Kerns) regte an, bei dessen Nachfolgeregelung auch mehrere Teilzeitpensen in Betracht zu ziehen.