Kerns
Nun startet das Schulhausprojekt

In Kerns liegt das «Primarschulhaus Willa», das erste Teilprojekt des Schulraums für Generationen, öffentlich auf.

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So soll das neue Schulhaus Willa dereinst aussehen.

So soll das neue Schulhaus Willa dereinst aussehen.

Visualisierung: PD

Das Kernser Stimmvolk hat im vergangenen November knapp 20 Millionen Franken für das Gesamtprojekt Schulraum für Generationen genehmigt. Es besteht aus mehreren Teilprojekten, welche bis Ende 2025 realisiert werden sollen. Als erstes Teilprojekt ist laut einer Mitteilung der Gemeinde ab dem kommenden Sommer bis Mitte 2023 die Realisierung des Primarschulhauses Willa am ehemaligen Standort des Pavillons Willa vorgesehen.

In den vergangenen Monaten sei das Primarschulhaus unter Federführung der Bienert Kintat Architekten GmbH und unter Einbezug der Nutzer im Detail zu Ende geplant worden, schreibt die Gemeinde weiter. Wie im Gesamtprojekt vorgesehen, entsteht ein Schulhaus mit acht Klassenzimmern sowie vier Gruppenräumen. Sie werden durch eine vielseitig nutzbare «Multizone» miteinander verbunden, welche den klassischen Korridor ersetzt. Im Erdgeschoss sind zudem ein Lehrerzimmer, Räume für die Hauswarte sowie Fachräume vorgesehen.

«Es entsteht ein kompaktes, jedoch leistungsfähiges dreigeschossiges Schulhaus, welches die Situation zwischen Gemeindehaus, Feuerwehr und bestehender Schulanlage klärt», wird Diana Zumstein-Odermatt, Präsidentin der Kommission Schulraumplanung, in der Mitteilung zitiert. «Das Primarschulhaus Willa bildet den nördlichen Abschluss des Schulareals und ist gleichermassen das Eingangstor zur Schulanlage.»

Die Bauweise folge einem einfachen und dauerhaften Prinzip, so die Mitteilung: Die Bodenplatte, der Gebäudesockel, der Liftschacht und der Treppenhauskern bis zum Dach würden in Beton ausgeführt. Darüber werde ein zeitgemässer Holzbau errichtet, der aus vorgefertigten Stützen, Balken, Decken und hoch gedämmten Wandelementen besteht. Bei Bedarf könnte das Schulhaus zu einem späteren Zeitpunkt um bis zwei Stockwerke aufgestockt werden.

Nachhaltigkeit und geringe Betriebskosten

«Es sollen lediglich möglichst ressourcenschonende, nachwachsende Materialien und/oder Materialien mit hohem Recyclinganteil eingesetzt werden», so Gesamtprojektleiter Urs Spichtig. Mit der Konzeption des Gebäudes und der technischen Gebäudeausrüstung werde ein hoher Anspruch an Nachhaltigkeit, geringe Betriebskosten, geringer Energieeinsatz und optimierte CO2-Bilanz angestrebt. Auf dem Dach des neuen Primarschulhauses ist eine Fotovoltaikanlage vorgesehen.

Der vom Gemeinderat verabschiedete Kostenvoranschlag über 6,16 Millionen Franken liegt 390'000 Franken über dem im Gesamtkredit vorgesehenen Betrag. Die Gründe dafür liegen zum einen in einem leicht vergrösserten Bauvolumen. Zum anderen macht die aktuelle Weltlage den Kostenplanern zu schaffen. Beeinflusst durch Corona und den Konflikt in der Ukraine seien verbindliche Preise sehr schwer zu erhalten, hält die Gemeinde fest. Innerhalb von kurzer Zeit seien einzelne Materialien einer hohen Preisentwicklung unterworfen.

Gesamtkostenübersicht wird laufend nachgeführt

Für den Gemeinderat Kerns sei eine transparente Information bezüglich des Kostenstands rund um das Gesamtprojekt wichtig. Entsprechend werde auf der Website der Gemeinde in regelmässigen Abständen der Kostenstand nachgeführt. «Die Bevölkerung hat das Anrecht zu wissen, wie die aktuelle Kreditsituation aussieht. Der Gemeinderat hat zudem der Kommission Schulraumplanung klar den Auftrag erteilt, rund um das Primarschulhaus weitere Optimierungen zu prüfen. Dies gilt auch für die weiteren Projektteile», erklärt Gemeindepräsident Beat von Deschwanden.

Dem Gemeinderat sei jedoch wichtig, dass lediglich Optimierungen vorgenommen würden, welche den zukünftigen Schulbetrieb nicht einschränkten, die Lebensdauer der Infrastruktur nicht verkürzten und zu keinen Folgekosten führten. Die Bevölkerung dürfe unabhängig von der Kostenentwicklung Schulräume erwarten, welche langfristig zweckmässig eingesetzt werden könnten. (pd/mu)

Weitere Informationen unter www.kerns.ch.