Kerns
Vorbereitungsarbeiten für neue Schulhausbauten kommen voran

Die Kernser Stimmbevölkerung wird im November über das Gesamtprojekt für eine neue Schulanlage abstimmen. Aktuell werden alle Teilprojekte zu diesem Gesamtprojekt zusammengetragen.

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Die Vorbereitungsarbeiten für die Erweiterung der Kernser Schulhausbauten würden planmässig vorankommen, wie die Gemeinde Kerns in einer Mitteilung schreibt. Im Jahr 2020 hatte die Kernser Stimmbevölkerung mit einem Planungskredit dem Einwohnergemeinderat den Auftrag dazu erteilt, das Projekt auszuarbeiten. Es soll den Schulraumbedarf für kommende Generationen sichern. Mittlerweile würden die Vorbereitungsarbeiten in verschiedenen Teilprojekten parallel zueinander vorangetrieben.

So wird das neue Primarschulhaus aussehen.

So wird das neue Primarschulhaus aussehen.

Visualisierung: PD

Für zwei Teilbereiche, den Neubau eines Primarschulhauses und die Erweiterung des Sidern-Schulhauses, wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben. Mit dem Abschluss dieses Wettbewerbes habe das Projekt im vergangenen Monat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Aus insgesamt acht eingereichten Projekten wurde das Projekt «Abakus» der Bienert Kintat Architekten GmbH aus Zürich und der Heinrich Landschaftsarchitektur GmbH aus Winterthur ausgewählt. Die Jury und der Einwohnergemeinderat seien nach der Auswahl des Siegerprojektes überzeugt, dass das siegreiche Projekt sehr gut zum Kernser Ortszentrum passe.

Erneuerung soll Flexibilität bringen

Während der gesetzlich vorgeschriebene Wettbewerb für die Neubauten lief, haben einheimische Architekten die anderen Teilprojekte bearbeitet. «Alle Projekte zusammen stellen sicher, dass die heute bekannten Raumbedürfnisse der Schule für die kommenden Jahre gedeckt sind. Durch die Erneuerung der Raumstrukturen gewinnt die Schule Kerns insgesamt viel Flexibilität», wird Gemeindevizepräsidentin Diana Zumstein-Odermatt in der Mitteilung zitiert.

Jetzt arbeiten die Architekturbüros und Fachplaner daran, die verschiedenen Teilprojekte zu einem Gesamtprojekt zusammenzuführen. Über dieses wird die Kernser Stimmbevölkerung am 28. November an der Urne abstimmen. «Aus Sicht des Einwohnergemeinderates ist es sinnvoll, der Bevölkerung das Projekt als Gesamtes zu unterbreiten. Die verschiedenen Teilprojekte weisen gegenseitige Abhängigkeiten auf», wird Diana Zumstein-Odermatt zitiert.

Kosten werden noch überprüft

Teil dieser aktuell laufenden Arbeiten sei auch die Überprüfung der Kostenseite. Die im Rahmen des Wettbewerbes verlangten Kostenschätzungen für die Neubauten werden zuerst von neutralen Kostenplanern analysiert und fliessen dann mit den Kostenschätzungen für die Sanierungsprojekte in ein Gesamtbudget ein. Diese Zusammenführung der Zahlen soll die gewünschte Transparenz schaffen und sei die logische Folge aus dem Entscheid, die Schulraumerweiterung der Stimmbevölkerung als Gesamtpaket zu unterbreiten.

Der Einwohnergemeinderat sei überzeugt, dass der bisher genannte Richtwert für die Kosten des Gesamtprojektes noch immer als Zielgrösse dienen kann. Im September sollen konsolidierte Zahlen vorliegen, die dann auch in der Abstimmungsbotschaft detailliert aufgelistet werden sollen. Der Einwohnergemeinderat sei sich bewusst, dass es auch aus finanzpolitischer Sicht ein Grossprojekt ist. «Die Investition in dieses zukunftsorientierte Generationenprojekt ist aber notwendig und angesichts der Finanzlage der Gemeinde Kerns zu verantworten.» (lur)

Hinweis: Am 29. Oktober findet eine Informationsveranstaltung zum Projekt statt. Am 30. Oktober werden Interessierte in Kleingruppen über das Areal geführt.