Korporation Alpnach sagt Ja zu Projekt am Pilatus

Nicht nur die Feierlichkeiten zum 650-Jahr-Jubiläum der Korporation Alpnach sind gelungen, auch das Tagesgeschäft verlief erfolgreich. Mit einem Gewinn von 83000 Franken schliesst die Rechnung 2018 ab.

Robert Hess
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Auf dem neuen Forstwerkhof der Korporation Alpnach soll eine Fotovoltaikanlage gebaut werden. (Bild: Richard Greuter, Alpnach, 6. Juli 2018)

Auf dem neuen Forstwerkhof der Korporation Alpnach soll eine Fotovoltaikanlage gebaut werden. (Bild: Richard Greuter, Alpnach, 6. Juli 2018)

Am 7. Juni 2018 waren es genau 650 Jahre her, seit die Alpnacher Kilchgenossen der Gräfin Margaretha von Strassberg alle Steuern, Gülten, Gerichte und Rechte abkauften. Die letztjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten sind im Geschäftsbericht 2018 der Korporation Alpnach denn auch gebührend gewürdigt worden. So schreibt Korporationspräsident Walter Hug: «Wir blicken mit Stolz und Freude auf das verflossene Jahr zurück und nehmen dies für neue Herausforderungen in den nächsten Jahren mit.»

Keine Steine auf den Weg der künftigen Herausforderungen legten die rund 100 Anwesenden an der Korporationsversammlung vom Dienstagabend im Pfarreiheim Alte Post. Ohne Gegenantrag genehmigen sie einen Kredit von 235000 Franken für das erste Strukturverbesserungsprojekt am Pilatus, dem Ausbau der Mattalp. Das Projekt umfasst die Elektrifizierung des Alpgebäudes sowie den Anbau eines Maschinenunterstandes und einen neuen Milchraum.

Fotovoltaikanlage auf dem Forstwerkhof

Ebenfalls ohne Gegenantrag wurde ein Zusatzkredit von 205'000 Franken zu einem am 24. November 2016 bewilligten Kredit von 320'000 Franken für den Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Forstwerkhofs genehmigt. Laut Korporationsrat Beat Niederberger ist es erst aufgrund einer am 1. April in Kraft getretenen Teilrevision der Energiegesetzgebung möglich, den Grossteil dieser Energie dem Holzheizwerk auf der andern Seite der Chilcherlistrasse zuzuführen. Nur für den Eigenverbrauch im Forstwerkhof wäre die Anlage nicht wirtschaftlich genug gewesen und deshalb sei bisher auf deren Bau verzichtet worden. Auch die Ausschüttung des Korporationsnutzens von 100 Franken für 2019 wurde ohne Gegenantrag genehmigt.

«Das Wort Erfolg in der Erfolgsrechnung passt zur Jahresrechnung 2018», sagte Finanzchef Urs Spichtig bei der Präsentation der Ergebnisse. Sie schliesst bei einem Aufwand von rund 14,75 Millionen Franken und einem Ertrag von 14,83 Millionen Franken mit einem Gewinn von rund 83'000 Franken (Vorjahr: 99'000 Franken) ab. Die ordentlichen Abschreibungen betragen 1,49 Millionen, die zusätzlichen 1,48 Millionen Franken. Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 3,2 Millionen Franken auf. Grösster Posten sind die Baukosten für den Forstwerkhof. Das Eigenkapital per 31. Dezember 2018 beträgt 7,86 Millionen Franken.

Unter dem Traktandum Orientierungen begrüsste Präsident Walter Hug den neuen Betriebsleiter Energie/Infrastrukturen Tobias Stalder und verabschiedete den bisherigen Leiter Peter Karli. Der Präsident machte im Weiteren auf eine notwendige Optimierung des Holzheizwerkes aufmerksam, das vergangenes Jahr zwei Ausfälle verzeichnete. Der Grund: das ausserordentlich kalkhaltige Wasser. Um künftige Ausfälle sofort überbrücken zu können, sei die Anschaffung einer festen Ersatz-Ölheizungsanlage geplant. Die bisherigen Störungen waren mit einer mobilen Anlage überbrückt worden. Weiter appellierte der Präsident an die Bürger, der Zonenplanänderung Allmend Ost zuzustimmen.