Lawine war eine Frage der Zeit

Die Lawine im Gebiet Laub am Titlis überraschte Bergführer und Freerider Rolf Zemp nicht. Zumal eine Altschneedecke schlecht mit dem Neuschnee gebunden war.

Drucken
Ein letzter Retter mit seinem Suchhund im Lawinenhang in Gebiet Laub am vergangenen Sonntag. (Bild: Keystone)

Ein letzter Retter mit seinem Suchhund im Lawinenhang in Gebiet Laub am vergangenen Sonntag. (Bild: Keystone)

«Grundsätzlich bin ich über den Lawinenniedergang vom Sonntag nicht überrascht», kommentiert Rolf Zemp das Ereignis im Gebiet Laub. «Der Neuschnee lag lose über der Altschneedecke vom November, es herrschen dort oben oft starke Winde, welche ein Festigen verunmöglichen. Ein Lawinenniedergang auf der Tiefenstein-Seite war nicht zwingend, aber auf keinen Fall auszuschliessen», erklärt der 54-jährige Bergführer und Freerider, der sich regelmässig im Titlis-Gebiet aufhält. Nachdem sich ein Schneebrett vor rund zehn Tagen auf der anderen Seite gegenüber des Tiefensteins gelöst habe, sei ein Lawinenniedergang auf dieser Seite nur eine Frage der Zeit gewesen.

Bei der Lawine am Sonntag im Gebiet Laub wurden elf Personen verschüttet, zwei davon verletzt. Noch immer befindet sich der mittelschwer verletzte 45-jährige Schwede im Spital. Ein 36-jähriger Mann begab sich mit leichten Verletzungen alleine in ärztliche Behandlung.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen OZ.

Retter auf dem Weg zum Unglücksort. (Bild: Kapo OW)
7 Bilder
Ein Retter mit seinem Suchhund im Schutzkegel. (Bild: Keystone)
Blick auf den Schuttkegel. (Bild: Keystone)
Bild: Kapo OW
Bild: Kapo OW
Bild: Kapo OW
Bild: Kapo OW

Retter auf dem Weg zum Unglücksort. (Bild: Kapo OW)