Leserbrief
Danke Bundesrat Ueli Maurer für Deine unermüdliche Arbeit für uns «Kleine»

Leserbrief zum Abschied von Bundesrat Ueli Maurer aus Obwaldner Sicht.

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Ich hatte das erste Treffen mit Ueli Maurer (damals SVP-Präsident Schweiz) im November 1999 in einem Restaurant in Sihlbrugg. Er wollte mich als politisch unerfahrenen, möglichen angehenden ersten Parteipräsidenten der SVP Obwalden persönlich kennen lernen. Am 3. Dezember 1999 führte Ueli Maurer dann den Gründungsakt der SVP Obwalden vor gut 400 Personen im Hotel Krone Sarnen durch. Danach hatte ich den Auftrag von Ueli Maurer in allen sieben Obwaldner Gemeinden Ortsparteien zu gründen, was die SVP Obwalden innerhalb (bis auf Sachseln) von zwei Jahren auch schaffte.

Er motivierte uns bei jedem Treffen immer wieder, an unseren politischen Zielen in Obwalden weiterzuarbeiten. So kam es auch, dass er unsere Obwaldner Idee, eine SVP-Landsgemeinde auf dem Landenberg zu organisieren, von Anfang an unterstützte. Es kamen im Frühling 2001 über 800 SVPler aus der ganzen Schweiz für einen Samstag auf den Landenberg in Sarnen. Später, im nationalen Wahljahr 2003, organisierten wir trotz grosser logistischer Herausforderungen eine SVP-Delegiertenversammlung für unseren Ueli droben im Mittelpunkt der Schweiz, auf der Älggialp.

Anfang 2008 äusserte er den Wunsch, dass er seine Verabschiedung als SVP-Präsident in Obwalden abhalten möchte. Am Vorabend dieser denkwürdigen Delegiertenversammlung in Lungern beschloss der SVP-Zentralvorstand den Ausschluss der Kantone Graubünden, Glarus und Bern aus der SVP Schweiz im Brünig-Indoor in Lungern. Eine Zeitenwende für die SVP Schweiz, ausgelöst durch die Abwahl von Bundesrat Blocher Ende 2007.

Als Ueli Maurer dann Ende 2008 zum Bundesrat gewählt wurde, lud er uns als amtierender Bundesrat zum Dank für unseren Einsatz auf das Landgut Lohn in Kehrsatz zum Nachtessen ein. Da, wo sonst nur Staatsgäste aus aller Welt vom Bundesrat bewirtet werden, bewirtete Bundesrat Ueli Maurer eine kleine SVP-Truppe aus Lungern.

Trotz seiner grossartigen politischen Karriere vom einfachen Bauernsohn zum Bundesrat blieb Ueli völlig bescheiden ein Vertreter der kleinen Leute. Er wurde als erster Bundesratspräsident der Schweiz vom amerikanischen Präsidenten im Weissen Haus empfangen. Auch der russische und chinesische Präsident haben ihn eingeladen. Aber mehr als diese sogenannten «Highlights» freute ihn die Einladung von uns an den Brünigschwinget.

Mit seinem Rücktritt geht ein ganz grosser Staatsmann der Schweiz in seinen wohlverdienten Unruhestand. Vielen Dank Ueli, dass Du auch als Bundesrat für die SVP Obwalden immer ein offenes Ohr hattest.

Bärti Sigrist, SVP Giswil und Obwalden