Obwalden
«Stabilität in schwierigen Zeiten»: So war das Geschäftsjahr 2022 der Korporation Alpnach

Die Korporationsversammlung kann von einem Betriebserfolg von gut 120'000 Franken Kenntnis nehmen. Der Forstbetrieb hat etwas über 11’500 Kubikmeter Holz genutzt.

Robert Hess
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Die Betriebe der Korporation Alpnach hätten die besonderen Herausforderungen im Geschäftsjahr 2022 «alles in allem» gut gemeistert, schreibt Korporationspräsident Urs Spichtig im Vorwort zum Geschäftsbericht 2022. «Dies zeigt sich nicht zuletzt im respektablen Betriebserfolg von 121’586 Franken.»

Das Holzheizwerk der Korporation Alpnach.

Das Holzheizwerk der Korporation Alpnach.

Bild: Robert Hess (Alpnach, 14. 4. 2023)

«Der Grund, dass die globalen Verwerfungen die Korporation Alpnach nicht stärker berühren, ist sicherlich der Fokus auf Lokale, was in schwierigen Zeiten zu grösserer Stabilität beiträgt», so Spichtig weiter. «Die Korporation engagiert sich in und für Alpnach.» An diesem Grundsatz wolle der Korporationsrat auch künftig festhalten. Deshalb habe sich der Rat auch entschlossen, ein Kaufangebot für das Pfistern-Areal einzureichen, was von den Bürgerinnen und Bürgern unterstützt worden sei. Inzwischen ist der Kauf getätigt worden. Weitere Informationen enthält der Bericht nicht.

Borkenkäfer auf dem Vormarsch

Breiten Raum nimmt im jährlichen Geschäftsbericht jeweils der Bereich Forst und Strassen ein. Der Forstbetrieb hat 2022 insgesamt 11’541 Kubikmeter Holz genutzt. Davon waren 5473 Kubikmeter im Schutzwald, 4075 im Schadholzbetrieb, 1722 Kubikmeter in den Biodiversitätsprojekten sowie 271 Kubikmeter im Wirtschaftswald. Durch Sturmschäden liegendes Holz im Wald sowie der trockene Sommer seien ideale Bedingungen für die Entstehung von Borkenkäfer-Befallsherden gewesen. Umfangreiche Schadholzmassnahmen mussten ergriffen werden, wobei der grösste Teil des Schadholzes mit dem Helikopter ausgeflogen werden musste.

Weniger Wärmeenergie geliefert

Der Sommer 2022 sei im Vergleich zum Vorjahr zu warm gewesen, heisst es im Geschäftsbericht, sodass vergangenes Jahr rund 7 Prozent weniger Wärmeenergie an die Kunden des Fernwärmenetzes geliefert werden konnten. Im Holzheizwerk wurden rund 25’900 Kubikmeter Schnitzel verbraucht. 75 Prozent stammen vom eigenen Forstbetrieb aus den Alpnacher Waldungen geliefert worden.

Bewährt hat sich laut Geschäftsbericht das Optimierungsprojekt im Holzheizwerk mit zwei Warmwasserspeichern von je 150 Kubikmeter Fassungsvermögen. Damit konnte der Einsatz der Heizkessel optimiert werden.

Die Korporationsversammlung vom 2. Mai hat unter anderem über die Jahresrechnung, ein Wasserversorgungsprojekt sowie die Verlängerung von verschiedenen Baurechtsverträgen zu entscheiden.