OBWALDEN: Erblindete Gämse im Kanton Obwalden

Im Hutstockgebiet in den Gemeinden Kerns und Sachseln sind kranke Gämsen beobachtet worden. Es gibt aber keinen Grund zur Panik.

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Gämse können sich von der Krankheit erholen, wenn Sie in Ruhe gelassen werden (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Gämse können sich von der Krankheit erholen, wenn Sie in Ruhe gelassen werden (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Im Kanton Obwalden haben sich Tiere mit der qualvollen Gämsblindheit angesteckt. Dies teilt das Amt für Wald und Landschaft des Kantons Obwalden mit. Die Krankheit führt in schweren Fällen zur Erblindung der Tiere.

Der Mensch kann dazu beitragen, dass betroffene Tiere wieder genesen, nämlich wenn den Tieren in ihrem Lebensraum Ruhe gewährt wird. Werden Wildtiere aufgeschreckt, können sie wegen der Blindheit abstürzen und sich dabei verletzen oder sogar sterben.

Deshalb ruft der Kanton Obwalden die Bevölkerung auf, von Wildtieren gebührend Abstand zu halten, um unnötige Stresssituationen zu vermeiden. Die Bevölkerung wird ausserdem aufgefordert, Beobachtungen zur Gämsblindheit bei Wildtieren der kantonalen Jagdverwaltung (Telefon 041 666 64 76) mitzuteilen.

Die Gämsblindheit ist eine Bindehaut- und Hornhautentzündung. Sie führt zu wässrigen oder schleimigen Augen und geröteten Bindehäuten. Mit dem Erreger infizieren können sich Schafe, Ziegen, Gämsen und Steinböcke.

rem