Obwalden
Gastrogewerbe will vorwärtsschauen

Nach zweijähriger Coronapause hat Gastro Obwalden wieder zu einer «richtigen» Generalversammlung geladen. Der Verband geht gestärkt aus der Krise.

Robert Hess
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Der Vorstand von Gastro Obwalden an der Generalversammlung (von links): Franziska Amstad, Präsident Bruno della Torre, Roland Vogler, Christian Halter, Ehrenmitglied Hansruedi Odermatt, Thomas Infanger und Daniel von Rotz.

Der Vorstand von Gastro Obwalden an der Generalversammlung (von links): Franziska Amstad, Präsident Bruno della Torre, Roland Vogler, Christian Halter, Ehrenmitglied Hansruedi Odermatt, Thomas Infanger und Daniel von Rotz.

Bild: Robert Hess (Alpnach, 5. April 2022)

Es herrschte eine aufgeräumte Stimmung unter den rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 115. Generalversammlung von Gastro Obwalden im Restaurant Alouette in Alpnach. Nach den beiden «schriftlichen» Generalversammlungen 2020 und 2021 konnte der vor zwei Jahren neugewählte Präsident Bruno della Torre, Kerns, am Dienstag seine Kolleginnen und Kollegen mit den Worten: «Immer positiv bleiben und vorwärtsschauen» begrüssen. «Wir bleiben auch 2022 für euch am Ball», versprach della Torre in seinem Jahresbericht. «Wir gehen gestärkt aus der Pandemie-Krise.»

Noch nicht ganz überwunden haben die Wirte offenbar das Thema Härtefallmassnahmen im Rahmen von Corona. «Kein anderer Kanton musste so umfangreiche Eingaben für die Härtefallmassnamen machen wie wir», schreibt Bruno della Torre im Jahresbericht. Deshalb habe sich auch die Auszahlung der Gelder verzögert. «Wir hätten erwartet, dass das Ganze unbürokratischer abläuft.»

Behörde räumt Fehler ein

Beim Traktandum «Verschiedenes» stiess Kari Langensand, Alpnach, in Sachen Bürokratie und Auszahlung des Geldes mit einem engagierten Votum ins gleiche Horn. Barbara Wicki, Leiterin des Volkswirtschaftsamtes, legte den Standpunkt der kantonalen Behörde dar. Eine vollständige Zufriedenstellung aller Betroffenen sei bei diesem Thema kaum möglich gewesen, gewisse Fehler seien aber passiert.

«Auch in Bern haben wir uns mit gewissen Hauruck-Massnahmen des Bundesrates beschäftigen müssen», tröstete Nationalrätin Monika Rüegger. Für sie sei vor allem die Erhaltung der Arbeitsplätze im Kanton Obwalden mit hohem Tourismusanteil wichtig gewesen.

Roland Vogler, zuständig für die Berufsbildung im Vorstand, schilderte die schwierige Situation bei den Schnuppermöglichkeiten von interessierten Jugendlichen während der Pandemie. Deshalb habe das Amt für Berufsbildung Obwalden zusammen mit Gastro Obwalden und Nidwalden im März 2021 ein zweitägiges, gut besuchtes Schnupperprojekt im Landgasthof Schlüssel, Alpnach, durchgeführt.

Drittes Ehrenmitglied ernannt

Die ordentlichen Traktanden der GV wurden alle einstimmig verabschiedet. Gastro Obwalden weist aktuell einen Mitgliederbestand von 114 Aktiven, 19 Passiven und zwei Ehrenmitgliedern (Rolf della Torre, Walter Küchler) auf. Mit Hansruedi Odermatt, Lungern, kam an der GV ein drittes hinzu. Odermatt gehörte dem Vorstand von 1997 bis 2020, davon 16 Jahre als Vizepräsident und Präsident, an. «Seine Jahre im Vorstand waren von grossem Einsatz und viel Herzblut geprägt», sagte Rolf della Torre in seiner Laudatio.

Im Vorstand wurden Roland Vogler, Daniel von Rotz und Christian Halter auf eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren bestätigt. Auf die Amtsdauer von einem Jahr wurde Präsident Bruno della Torre wiedergewählt.

Eine erfreuliche Botschaft brachte Kassier Thomas Infanger, Engelberg. Die Erfolgsrechnung schliesst positiv ab und im Jahre 2021 seien für 500'000 Franken Gastrogutscheine gekauft worden. Diese können künftig online bestellt und ausgedruckt werden.