Um jungen Obwaldnerinnen und Obwaldnern die Themen Innovation und Start-ups näherzubringen, luden die Jungfreisinnigen zum Innovationsabend mit Input-Referaten ins Startup Pilatus nach Sarnen ein. Über 50 Interessierte nahmen teil.
«Die Grundlage des Schweizer Wohlstandes bildet unser starkes Gewerbe», betonte Nico Fankhauser, Präsident der Jungfreisinnigen Obwalden, zu Beginn der Veranstaltung. Damit meinte er die kleinen und mittleren Unternehmen, die sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten.
Aber Klimawandel, Krieg und Arbeitskräftemangel würden die Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel setzen. Entsprechend brauche es Schweizer Innovationen, um Wohlstand und Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Denn Start-ups brächten Dynamik in die Wirtschaft und seien der Motor für morgen. Man setze sich deshalb dafür ein, dass jungen Unternehmen bestmögliche Rahmenbedingungen geboten würden und sie nicht durch Staatsbürokratie ausgebremst werden.
In ihrem Referat gaben Remo Oberholzer und Michael Blickenstorfer vom Obwaldner Start-up Cropled einen Einblick in ihre Erfahrung als Unternehmensgründer. Cropled vertreibt ein Lichtsystem für Pflanzen, das für Forschung und Agrikultur geeignet ist. Das System spart nicht nur Energie, sondern richtet sich ideal auf das Wachstum von Pflanzen aus.
Man habe sich gezielt für eine Unternehmensgründung in Obwalden entschieden, da die Rahmenbedingungen, die das Startup Pilatus jungen Unternehmen biete, ideal gepasst hätten. Denn neben Räumlichkeiten stelle das Startup Pilatus auch Beratung und ein Ökosystem aus Experten für Start-ups zur Verfügung. Das sei sehr hilfreich.
Cropled habe in den letzten zwei Jahren intensiv mit der Hochschule Luzern zusammengearbeitet, um die Technologie für das Lichtsystem zu entwickeln. Bald solle mit dem Verkauf gestartet werden. Zuerst in der Schweiz und später auch international. Die Pläne seien bereits vorhanden. Das Unternehmen möchte langfristig aus Obwalden heraus wachsen.
Patrick Degelo widmete sein Referat dem Thema der Investorensuche. Eine klare Positionierung, ein Fokus auf das Wesentliche und gute Kenntnisse des Markts seien wichtig, um Investoren zu überzeugen. Allerdings sei es aktuell für Start-ups sehr schwierig, an finanzielle Unterstützung zu kommen, da das politische Umfeld mit Inflation und Krieg sehr schwierig sei.
Anschliessend gab Jill Nussbaumer, Zuger FDP-Kantonsrätin und Krypto-Expertin an der Schweizer Börse, Einblick ins Crypto Valley.
Dass die Referate beim Publikum auf grosses Interesse gestossen sind, zeigten die zahlreichen gestellten Fragen. Abschliessend gab Präsident Fankhauser dem Publikum mit auf den Weg, dass es ständig neue Leuchttürme brauche – also neue, innovative Unternehmen, die die Schweiz voranbringen und international ausstrahlen. Vielleicht habe das Alpnacher Start-up das Potenzial dazu. (pd/eca)