Kerns
Nun wird das Hallenbad Obwalden umgebaut

Das Hallenbad Obwalden in Kerns wird für rund 6 Millionen Franken erneuert und erweitert. Bis zum 14. Oktober sind deshalb lediglich das Wellnessbad und die Saunalandschaft geöffnet.

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Betriebsleiter Manuel Reinhard (links) und Architekt Martin Ming freuen sich über den erfolgten Baustart im Hallenbad Obwalden.

Betriebsleiter Manuel Reinhard (links) und Architekt Martin Ming freuen sich über den erfolgten Baustart im Hallenbad Obwalden.

Bild: PD

Wie geplant, haben die Handwerker nach dem Osterwochenende mit den Bauarbeiten für die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades Obwalden begonnen. Als erste Etappe werden bis spätestens am 14. Oktober die Garderobe erweitert und die Becken des Sportbades sowie des Lernschwimmbades ersetzt. Im Sommer erfolgt zudem der Startschuss der Bauarbeiten für die Realisierung des Kursbeckens und der neuen Wasserrutschbahn. Nach rund zwölfmonatiger Bauzeit soll dann voraussichtlich im September 2023 die ganze Anlage an die Besucherinnen und Besucher übergeben werden können.

Dem Architekten und Bauleiter Martin Ming steht eine intensive Zeit bevor:

«Der Zeitplan ist eng. Wir sind froh,
auf viele verlässliche Handwerksbetriebe aus der Region zählen zu können.»

Der Beginn der Bauarbeiten stellt für das Hallenbad Obwalden ein Meilenstein dar. Die Becken sind 50 Jahre alt, und auch die Garderoben sind in die Jahre gekommen. «Für die Zukunft des Hallenbades ist die Sanierung und Erweiterung der Anlage sehr wichtig. Unsere Kundinnen und Kunden dürfen sich auf zeitgemässe Infrastrukturen freuen», erklärt Verwaltungsratspräsident Peter Wagner. Insgesamt werden rund 6 Millionen Franken investiert. Davon fallen rund 2,75 Millionen Franken für das neue Kursbecken und 840’000 Franken für die Rutschbahn an. Die öffentliche Hand beteiligt sich gesamthaft mit 2,7 Millionen Franken, der Kanton steuert einen Anteil von 150’000 Franken bei, den Rest stemmen die sechs Gemeinden des Sarneraatals. Eine Million Franken stammt aus einer Spende. Zudem gewähren Bund und Kanton ein zinsloses NRP-Darlehen im Umfang von 1,5 Millionen Franken. Die Rutschbahn wird durch Spenden und eine Aktienkapitalerhöhung finanziert.

Aktuell ist die Situation auf dem Baumarkt schwierig

Etwas Sorge bereitet dem Verwaltungsrat der Hallenbad Obwalden AG die aktuelle Lage auf dem Baumarkt. «Fristgerecht das nötige Material zu einem vernünftigen Preis zu erhalten, war schon einfacher», erklärt Architekt Martin Ming. Die Baukommission unter der Leitung von Peter Wagner ist entsprechend gefordert. Es werden laufend Optimierungen geprüft und die Kostenkontrolle nachgeführt. «Rund ein Drittel der Aufträge sind mittlerweile vergeben. Bisher können wir den Kredit einhalten», stellt Wagner fest.

Ab Mitte Oktober ist das Hallenbad mit erweiterter Garderobe und erneuertem Sportbad wieder uneingeschränkt geöffnet. Die Erstellung des Kursbeckens und der Rutschbahn beeinträchtigt den Badebetrieb nicht. So oder so jederzeit geöffnet bleiben das Wellnessbecken sowie die Saunalandschaft. (sez)