Obwalden
Obwaldner Regierung lanciert ein neues Covid-19-Härtefallprogramm

Von der Pandemie besonders betroffene Unternehmen können ab dem 9. Mai neue Anträge für Unterstützungsbeiträge einreichen.

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Im Kanton Obwalden konnten sich viele Unternehmen im Jahr 2021 erholen und stabilisieren. Unternehmen einzelner Branchen leiden aber auch nach dem 1. Juli 2021 noch unter Covid-19-bedingten Einbussen, wie ein Blick des Volkswirtschaftsdepartements in die Härtefalldossiers zeigt. Für diese Unternehmen will die Obwaldner Regierung die Härtefallmassnahmen für das zweite Halbjahr 2021 und für das erste Quartal 2022 weiterführen, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. «Mit der Festlegung dieses Zeitraums kann der Kanton Obwalden Unternehmen helfen, die im letzten Dreivierteljahr noch besonders hart von den Coronamassnahmen betroffen waren», wird Landammann Daniel Wyler zitiert.

Regierungsrat Daniel Wyler.

Regierungsrat Daniel Wyler.

Bild: PD

An seiner Sitzung vom 3. Mai hat der Regierungsrat die Ausführungsbestimmungen für ein zweites Härtefallprogramm verabschiedet. «Grundlage sind die Vorgaben des Bundes. Neu werden deshalb nur noch A-fonds-perdu-Beiträge ausgerichtet», erklärt Landammann Daniel Wyler. Antragsberechtigt seien Unternehmen, welche die Anspruchsvoraussetzungen erfüllten und die wegen der behördlichen Massnahmen zur Pandemiebekämpfung ungedeckte Kosten aufweisen würden. Berücksichtigt werde lediglich der liquiditätswirksame sowie notwendige Aufwand. Für eine Anspruchsberechtigung für das zweite Halbjahr 2021 muss zudem ein Verlust in der Jahresrechnung 2021 ausgewiesen sein. Entgangener Gewinn werde nicht entschädigt.

Für das zweite Härtefallprogramm stehen insgesamt noch rund 5,9 Millionen Franken aus dem ersten regulären Härtefallprogramm zur Verfügung. Davon übernimmt der Bund 70 Prozent und der Kanton 30 Prozent. Zusätzlich können für das zweite Halbjahr 2021 noch 2 Millionen Franken aus der Bundesratsreserve verwendet werden.

Anmeldung bis Anfang Juni möglich

Ab dem 9. Mai bis 5. Juni 2022 können die Anträge elektronisch eingereicht werden. Ab diesem Zeitraum sind das Antragsformular sowie die detaillierten Anforderungen abrufbar. Unternehmen, die 2021 bereits ein Gesuch um Härtefallhilfen eingereicht und Unterstützung erhalten haben, werden in den nächsten Tagen direkt vom Volkswirtschaftsdepartement ein Schreiben erhalten und über die weiteren Vorgehensmöglichkeiten informiert werden. (inf)