Obwalden
Sarner Kirchgemeindeversammlung segnet Steuerrabatt ab

Das Budget für das kommende Jahr sieht ein kleines Defizit vor.

Markus Villiger
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Erstmals leitete Kirchgemeindepräsident Hanspeter Wolfisberg die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung vom Montagabend im Pfarreisaal Peterhof. In seinem Jahresrückblick erwähnte er, dass nach 16 Jahren im Kirchgemeinderat, davon während vier Jahren als Präsidentin Brigitte von Flüe infolge Amtszeitbeschränkung ausscheiden musste. Als neues Ratsmitglied konnte Alex Wieland als Bauchef begrüsst werden. Einen besonderen Dank richtete der Präsident an Verwalter Christoph Bitterli. «Er hat alle Fäden in seiner Hand und ist unserem Rat eine sehr grosse Unterstützung und nicht mehr wegzudenken.»

Die Pfarrkirche St.Peter und Paul.

Die Pfarrkirche St.Peter und Paul.

Bild: Izedin Arnautovic (Sarnen, 21. Juni 2018)

Wolfisberg erwähnte auch die Zusammenführung der drei Pfarreien Sarnen, Kägiswil und Schwendi zum Seelsorgeraum Sarnen. Das Team startete am 1. August und steht unter der operativen Leitung von Gabriela Lischer als Seelsorgeraumbeauftragte und Bernhard Willi als Seelsorgeraumpfarrer.

Schliesslich führte der Präsident aus, dass der Kirchgemeinderat Sarnen aus Energiespargründen beschlossen hat, die nächtlichen Fassadenbeleuchtung von Kirchen und Kapellen in Sarnen, Wilen, Kägiswil und Schwendi bis auf weiteres abzuschalten.

Budget 2023 genehmigt

Finanzchef Arnold Britschgi präsentierte die Vorlage für den Steuerrabatt von 0,05 Einheiten von 0,54 auf 0,49 Einheiten. Der Steuerrabatt von 0,05 Einheiten entspricht einer Reduktion von rund 10 Prozent. Die zu erwartenden Mindereinnahmen belaufen sich auf rund 300'000 Franken. «Die Finanzkommission hat bereits beim Jahresabschluss 2020 über einen Steuerrabatt diskutiert», wie Finanzchef Britschgi ausführte. Nach dem ebenfalls positiven Rechnungsabschluss 2021 wurde ein Antrag an die Kirchgemeindeversammlung für das Budget 2023 beschlossen. Mit grosser Mehrheit genehmigten die Stimmberechtigten den Antrag auf Gewährung eines Steuerrabattes von 0,05 Einheiten für das Budget 2023.

Wie Finanzchef Arnold Britschgi darlegte, schliesst das Budget 2023 mit einem Aufwandüberschuss von 84'760 Franken ab. Die Investitionsrechnung 2023 wird mit 980'000 Franken belastet. Die Investitionsrechnung 2023 sieht einen Beitrag von 600'000 Franken für den Orgel-Neubau vor, und 270'000 Franken für die Sanierung der Pfarrkirche Sarnen und 110'000 Franken für die Liegenschaft Peterhof.

Der Voranschlag 2023 sieht einen Ertrag von knapp 3,2 Millionen Franken und einen Aufwandüberschuss von gut 84'000 Franken vor. Der Steuerertrag wird mit rund 2,861 Millionen Franken ausgewiesen. Einstimmig wurde dem Budget 2023 zugestimmt.

Anschliessend an die Kirchgemeindeversammlung gab das Leitungsteam des Seelsorgeraums einen lebendigen Einblick in die Entwicklungen der Pfarreiarbeit. Mit Hilfe von Fotos blickten Gabriela Lischer, Bernhard Willi, Agnes Kehrli, Nicola Arnold, Daniel Müller und Franco Parisi auf die vergangenen Monate zurück. Die neue Struktur hat sich etabliert und die Veränderungen im Religionsunterricht entwickeln sich erfreulich, wie zu vernehmen war. Sie finden bei den Kindern guten Anklang und ermöglichen freiere Unterrichtsformen und erfahrungsorientierten Unterricht.