Obwalden
Schadhaft, ruppig und eng: Flüelistrasse wird saniert und verbreitert

Die Strasse von Sachseln nach Flüeli-Ranft wird in drei Etappen für 4,1 Millionen Franken saniert und ausgebaut.

Robert Hess
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Baudirektor Josef Hess (in der Kabine) zusammen mit Vertretern des Kantons, der Gemeinde und der Korporation Sachseln sowie der Unternehmungen.

Baudirektor Josef Hess (in der Kabine) zusammen mit Vertretern des Kantons, der Gemeinde und der Korporation Sachseln sowie der Unternehmungen.

Bild Robert Hess (Sachseln, 2. Mai 2022)

Der Obwaldner Baudirektor Josef Hess brachte den aktuellen Zustand der Flüelistrasse bildhaft auf den Punkt. «Von Sachseln her bis zur Salzbrunnen-Brücke oder vom Flüeli bis zur Kurve Sattel fühlt man sich sicher, hat genügend Platz, das Auto oder Velo rollt ruhig über die Strasse», sagte er am Montag beim Spatenstich zur Sanierung und zum Ausbau der Flüelistrasse. Denn auf dem 1,7 Kilometer langen Zwischenstück Salzbrunnen bis Sattel zeige sich ein anderes Bild, fuhr der Baudirektor fort. «Der Strassenbelag weist Schäden auf, ist ruppig und eng. Wir werden durchgeschüttelt, fühlen uns vor allem als Velofahrer nicht mehr sicher und sind froh, wenn kein Gegenverkehr herrscht». Für Cars, Postautos, Lastwagen und Traktoren stelle die Strasse eine zusätzliche Herausforderung dar, weil das Kreuzen schwierig sei. Täglich benützen rund 1400 Fahrzeuge diese Strasse.

Ausbau in drei Etappen

Spätestens 2024/25 soll der schlechte Zustand der Flüelistrasse im erwähnten Abschnitt Geschichte sein. Vertreter des Kantons, der Gemeinde und der Korporation Sachseln, der Planer ZEO AG und der Bauunternehmung Bürgi AG nahmen am Montag den Spatenstich für die Sanierung und den Ausbau der Flüelistrasse vor. Gleichzeitig war Baubeginn für die erste, bis Ende Jahr dauernde Etappe im Abschnitt Salzbrunnen-Brücke bis zum «Cherwäldli». Die zweite Etappe wird 2023 im Gebiet Nawandel realisiert. Die dritte Etappe im Abschnitt Nawandel bis Sattel wird 2024 ausgeführt. Schliesslich wird 2025 noch der Deckbelag auf allen drei Etappen eingebaut.

Baudirektor Josef Hess

Baudirektor Josef Hess

Bild: Urs Hanhart

«Es handelt sich um ein Gemeinschafts-Projekt mit Gesamtkosten von 4,1 Millionen Franken», erklärte Baudirektor Hess. Die Einwohnergemeinde und die Korporation Sachseln beteiligen sich mit knapp 0,5 Millionen Franken. Die Restkosten von rund 3,6 Millionen Franken gehen zu Lasten des Kantons. Die Strasse soll durchgehend auf 6,8 Meter verbreitert werden, die Bushaltestellen werden behindertengerecht ausgebaut und zwischen Nawandel und Sattel wird ein Fussweg realisiert. Bergwärts zwischen Salzbrunnen und Sattel wird ein Velostreifen markiert. Zudem muss die Strassenentwässerung verbessert und die Salzbrunnen-Brücke saniert werden.

«Wir freuen uns über dieses Gemeinschaftswerk», erklärte der Sachsler Gemeindepräsident Peter Rohrer am Montag. «Das schöne Wetter am heutigen Spatenstich ist ein gutes Omen, dass es gelingt.»