Obwalden
Staatsarchiv beteiligt sich mit «Geh-Schichten» an internationaler Aktion

Während der Internationalen Archivwoche zeigt das Obwaldner Staatsarchiv Quellen aus seinen Beständen – verteilt über ganz Sarnen.

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Die Kapuzinerkirche in Sarnen 1895 und 2022.

Die Kapuzinerkirche in Sarnen 1895 und 2022.

Bild: PD

Jeder Ort hat eine Geschichte – auch jene Orte, an denen wir im Alltag achtlos vorübergehen. Im Rahmen der Internationalen Archivwoche vom 6. bis 11. Juni macht das Staatsarchiv Obwalden einige dieser Geschichten sichtbar und lädt dazu ein, auf dem Weg durch Sarnen vertraute Orte neu zu entdecken: An 24 Stationen können Interessierte über QR-Codes auf Quellen aus dem Staatsarchiv zugreifen, die Einblicke in die Vergangenheit des Ortes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner gewähren.

Beim Rundgang «Geh-Schichten» werden Dokumente vom Mittelalter bis zur Gegenwart gezeigt, von alten Handschriften bis zu neueren Film- und Tonaufnahmen. Es wird unter anderem erzählt, wie Bruder Klaus vom Dorfbrunnen stürzte, warum ein Sarner in Saigon ermordet wurde und warum sich das Archiv im Fluss befindet.

Viele Wege führen ins Archiv – und viele Wege führen durch die «Geh-Schichten». Statt einem vorgegebenen Rundgang zu folgen, suchen sich die Besucherinnen und Besucher hier einen eigenen Weg durch Sarnen und durch die Obwaldner Geschichte. Der Rundgang steht allen Interessierten ab Pfingsten eine Woche lang zur Verfügung.

Zusätzlich öffnen am 11. Juni zwischen 10 und 16 Uhr die beiden Archivstandorte im «Hexenturm» und im Verwaltungsgebäude Hostett ihre Türen. An beiden Standorten zeigt das Staatsarchiv eine Auswahl von Quellen aus den «Geh-Schichten» im Original. Besucherinnen und Besucher des Verwaltungsgebäudes können ausserdem einen Blick hinter die Kulissen des Staatsarchivs werfen. (cgl)