Obwalden
Stromversorgung: SVP will Antworten

Die Obwaldner SVP will mit einer Petition erfahren, wie es um die Sicherheit der Energieversorgung im Kanton steht.

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Die Obwaldner SVP hat dem Regierungsrat eine Petition zur Stromversorgung überreicht, wie sie in einer Mitteilung schreibt. «Die Winterstromlücken werden immer grösser und um Ressourcen wie Gas, Öl oder Wasser sowie andere dringend benötigte Bodenschätze wie Lithium für die Batterieindustrie toben globale Verteilkämpfe, Wirtschaftskriege oder echte Kriege», heisst es darin. Energie zu importieren würde immer schwieriger und teurer.

Weiter schreibt der Petitionär und Alpnacher Kantonsrat lvo Herzog: «Die als Notszenarien immer wieder mal erwähnte Erstellung von Gaskraftwerken sind mit der globalen Situation und der akuten Gasmangellage in Westeuropa wohl auch in weite Ferne gerückt.» Es sei «von äusserster Dringlichkeit», dass nun sämtliche Exekutivbehörden die Energieversorgung der Schweiz zuoberst auf der Agenda hätten.

Ausbau von Energiewerken

Aufgelistet sind im Schreiben an den Regierungsrat auch konkrete Fragen zur Energieversorgung. Unter anderem möchte Herzog wissen: «Hat der Regierungsrat eine Erhöhung der Speicherreserve zur Abfederung der Strommangellage für den Winter 2022/23 vor? Wenn ja, wo ist eine Speichererhöhung vorgesehen, und was hat das für technische oder ökologische Folgen?» Ebenso werden Fragen zu den Ausbaumöglichkeiten bei Obwaldner Energiewerken gestellt. Auch, ob es in Obwalden Erdgasvorkommen gibt, interessiert Herzog. Und angesichts der aktuellen Lage stelle sich auch die Frage: «Ist für die Regierung die Unterstützung eines Umkehrentscheides bezüglich Ausstieg aus der Kernenergie denkbar?» (lur)