Olympiasiegerinnen erhalten Obwaldner Sportpreis

Noch nie war eine Schweizer Mannschaft erfolgreicher an Olympischen Winterspielen als dieses Jahr. Zu der goldigen Bilanz trugen auch Michelle Gisin und Denise Feierabend bei. Dafür wurden sie nun mit dem Obwaldner Sportpreis geehrt.

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Denise Feierabend (links) und Michelle Gisin am Empfang in Engelberg nach ihrem Olympiasieg. (Bild: Dominik Wunderli, (27. Februar 2018))

Denise Feierabend (links) und Michelle Gisin am Empfang in Engelberg nach ihrem Olympiasieg. (Bild: Dominik Wunderli, (27. Februar 2018))

Die Olympischen Winterspiele vom vergangenen Februar im südkoreanischen Pyeongchang gehen in die Schweizer Sportgeschichte ein. Fünf Gold-, sechs Silber- und vier Bronzemedaillen brachte die 167-köpfige Schweizer Delegation nach Hause – so viele wie noch nie. Gleich zwei Goldmedaillen gehen dabei auf das Konto der zwei Engelberger Skirennfahrerinnen Michelle Gisin und Denise Feierabend.
«Dass gleich zwei Athletinnen aus Obwalden – und erst noch aus dem gleichen Dorf – als Olympiasiegerinnen zurückkehrten, ist einmalig in der Obwaldner Sportgeschichte», schrieb der Kanton am Mittwoch in einer Medienmitteilung. Für diese Leistung ehrt der Kanton die zwei Engelberginnen mit dem 16. Obwaldner Sportpreis.

Sportbotschafterin und Vorbild

Mit ihrem Olympiasieg von Pyeongchang in der Alpinen Kombination der Frauen habe Michelle Gisin einen weiteren sportlichen Glanzpunkt nach dem Sieg an der Heim-WM in St. Moritz gesetzt und ihre bisherige sportliche Karriere gekrönt. «Die überaus sympathische Sportlerin ist eine hervorragende Sportbotschafterin für Obwalden wie auch für Engelberg und auch für junge Talente ein grosses Vorbild», hiess es weiter. Auch Mikaela Shiffrin, welche zurzeit an der Spitze des Gesamtweltcups steht, zollte Michelle Gisin Respekt: «Es macht grossen Spass, ihr zuzusehen. Sie ist für mich eine Konkurrentin in jeder Disziplin. Sie lacht viel, ist immer glücklich», sagte sie unlängst gegenüber unserer Zeitung.

«Dass die Heimat mich ehrt, ist für mich etwas vom Schönsten», sagte gestern Michelle Gisin, kurz nach ihrem Super-G-Einsatz in Gröden.
Die Goldmedaille von Denise Feierabend, im Teamwettkampf, sei im wahrsten Sinne des Wortes ein glänzendes Beispiel dafür, was mit Talent und eisernem Willen zu schaffen sei, schreibt der Kanton in Anspielung auf die Verletzungen in der Karriere der Juniorinnen-Weltmeisterin im Slalom von 2009, die sich nach einer Kreuzbandverletzung wieder an die Weltspitze herangekämpft habe. «Nach meiner erfolgreichsten Saison und einer tollen Karriere ist es für mich eine grosse Ehre, mit dem Obwaldner Sportpreis ausgezeichnet zu werden», meinte die 29-Jährige, die im Frühling vom Rennsport zurücktrat, gestern auf Anfrage. «In Obwalden, besonders in Engelberg, fühle ich mich zu Hause. Darum ist es besonders schön, eine solche Auszeichnung zu erhalten.» Wann die Preisübergabe stattfindet, ist laut Kanton noch nicht bekannt.

Video: So wurden Denise Feierabend und Michelle Gisin am 27. Februar dieses Jahres nach ihren Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen in ihrer Gemeinde Engelberg empfangen.