Politik
«Stimmen von Frauen sollen gleichberechtigt gehört werden»: Auch in Obwalden gründen sich nun die SP-Frauen

Um den Anliegen der Frauen mehr Nachdruck zu verleihen, werden nun auch in Obwalden die SP-Frauen ins Leben gerufen.

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Im Kanton Obwalden bestehe Handlungsbedarf, schreibt die SP Obwalden in einer Mitteilung. «Heute politisieren im Obwaldner Kantonsrat 15 Frauen. Das sind 28 Prozent.» Im fünfköpfigen Regierungsrat ist eine Frau vertreten. Auch in den Gemeinderäten des Kantons sehe die Situation ähnlich schlecht aus: «In Sarnen, Sachseln, Lungern und Giswil gibt es je eine Frau von sieben Gemeinderäten und in Engelberg eine Frau von fünf.» Um den Anliegen der Frauen mehr Nachdruck zu verleihen, kommt es nun auch in Obwalden zur Gründung der SP-Frauen. Am 2. September findet die Gründungsveranstaltung beim Historischen Museum in Sarnen statt, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

«Die Stimmen von Frauen sollen gleichberechtigt gehört werden, nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den kantonalen Parlamenten und Räten und auch im Kanton Obwalden», wird Gründungsmitglied Christina Niederberger in der Mitteilung zitiert. Die SP-Frauen wollen ein besonderes Augenmerk auf Themen wie die Vereinbarkeit von Politik, Erwerbs- und Carearbeit, vielseitige Familienmodelle oder auch die Frage, wie weiblichen Vorbildern auch in Obwalden zu mehr Sichtbarkeit verholfen werden kann.

«Es braucht Räume, in denen Frauen politisieren, diskutieren, sich gegenseitig vernetzen, solidarisieren und unterstützen können. Nur so werden Hindernisse und Barrieren, die tief in den Köpfen und Strukturen verankert sind, aufgebrochen und dringend nötige Veränderungen in Gang gesetzt», wird Niederberger weiter zitiert. (lur)

Hinweis: Die Gründungsveranstaltung beim Historischen Museum in Sarnen findet am 2. September um 17 Uhr statt.