Sarnen
Rindviehausstellung auf hohem Niveau

Über 750 Tiere waren an der Obwaldner Viehzeichnung zu sehen. Neugier weckten die Spezial-Wettbewerbe.

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Nach einem Jahr Pause fand wieder eine Obwaldner Viehausstellung statt.

Nach einem Jahr Pause fand wieder eine Obwaldner Viehausstellung statt.

Bild: PD

Zeichnung: Woher stammt dieser Name für eine Rindviehausstellung? In früheren Jahren bekamen die Kühe, Rinder und Stiere an der Kantonalen Viehausstellung einen Hornbrand mit dem Obwaldner Wappen als Auszeichnung. Das Aufgebot der Polizei mit dem Feldessen, dem glühenden Brandeisen und der Geschmack von verbranntem Horn bleiben unvergesslich. Darum wird noch heute die Kantonale Rindviehausstellung «Zeichnung» genannt.

Die Züchter und die Zuschauer vermissten letztes Jahr die Viehschau. Das Organisationskomitee erwartete dieses Jahr trotz der Umstände aufgrund der Pandemie viele Tiere und regen Besucheraufmarsch zu diesem beliebten gesellschaftlichen Anlass.

Freude bei der Familie von Dominik Durrer aus Kerns über den Sieg ihrer Kuh Jule.

Freude bei der Familie von Dominik Durrer aus Kerns über den Sieg ihrer Kuh Jule.

Bild: PD

Die Hoffnungen wurden am vergangenen Freitag mehr als erfüllt. 750 Stiere, Rinder und Kühe nahmen am frühen Morgen das hergerichtete Ausstellungsgelände in Besitz. Durch den Aufmarsch vieler Familien mit Kindern und Besuchern aus nicht bäuerlichen Verhältnissen entstand eine angenehme Atmosphäre. Die Rangierung der 55 Abteilungen erledigten die Experten mit Augenmerk und Züchterkenntnissen. Gleichzeitig trafen die Helferinnen und Helfer die Vorbereitungen für ein leckeres Mittagessen auf offenem Gelände. Walter Windlin, Präsident des Obwaldner Braunviehzuchtverbandes, dankte dem Personal für den Einsatz.

Stier Lorin von Josef Michel, Melchtal.

Stier Lorin von Josef Michel, Melchtal.

Bild: PD

Die rangierten Tiere gaben Zeugnis von der nachhaltigen Züchterarbeit im Kanton Obwalden. Über jeden Aussteller mit seinen geliebten Tieren liesse sich eine spannende Geschichte erzählen.

Wer wird Tagessiegerin und Mister 2021?

Neugierig warteten die Zuschauer und Züchter auf die Spezial-Wettbewerbe. Welcher Stier wird Mister 2021, welcher Züchter darf die Tagessiegerin 2021 heimführen? Die imposanten Stiere im Schauring wurden vom Experten kommentiert. Der Titel Mister 2021 ging an einen einjährigen Zuchtstier mit dem Namen Jupiter von Matthias Burch aus Giswil.

Das Vieh zog schön geschmückt auf den Festplatz.

Das Vieh zog schön geschmückt auf den Festplatz.

Bild: PD

Bei der Misswahl nahm die Nervosität merklich zu. Die Tagessiegerin bei den Brown Swiss Kühen heisst Jule. Die Freude und Begeisterung der ganzen Familie von Dominik Durrer aus Kerns waren richtig spürbar. Bei den original Braunviehkühen (OB) feierte die Familie von Thomas Schrackmann Sarnen mit der Kuh Timea die Tagessiegerin. Besitzer und Tiere verspürten Stalldrang. Zum Schluss erfreuten sich die Besucher an den blumengeschmückten Tieren mit ihren lautstarken Glocken. (pd/mu)

Rangliste Kantoanle Viehschau Sarnen 2021.pdf