Sarnen
Benediktinisches Zentrum erweitert Trägerschaft und ernennt Abt Christian zum Stiftungsratsvorsitzenden

Das Benediktinische Zentrum in Sarnen steht und wird von mehreren Schwesterngemeinschaften belebt. Nun übernimmt eine neue Führung.

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(sez) Die Leitung der Stiftung Ora et Labora als Trägerschaft des Benediktinischen Zentrums Sarnen konstituiert sich neu. Nach erfolgreichem Aufbau des Benediktinischen Zentrums, zu dem nebst den Schwesterngemeinschaften von Melchtal und Wikon auch die Klostergemeinschaft St.Andreas, Sarnen, gehört, beherbergt aktuell 22 Schwestern. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, die Stiftung in die Obhut der Schwesterngemeinschaften und des Klosters Engelberg zu übergeben, teilt die Stiftung am Mittwoch mit. Die neue Leitung entscheide damit künftig über die Ausrichtung und Zukunft des Zentrums. Im Fokus stehe der weitere Ausbau des Zentrums als Ort der Spiritualität, der Wallfahrt, der Begegnung und als Lebensraum für andere Gemeinschaften.

Abt Christian Meyer, Vorsteher des Klosters Engelberg, übernimmt den Vorsitz der Stiftung Ora et Labora, die als Trägerschaft des Benediktinischen Zentrums Sarnen fungiert.

Abt Christian Meyer, Vorsteher des Klosters Engelberg, übernimmt den Vorsitz der Stiftung Ora et Labora, die als Trägerschaft des Benediktinischen Zentrums Sarnen fungiert.

Bild: Beat Christen (Engelberg, 9. April 2020)

Neu gehören der Trägerschaft die Schwesterngemeinschaften von Melchtal und Wikon an. Ihre Priorinnen, Sr. Daniela Bieri und Sr. Margrith Jegerlehner, nehmen nun Einsitz im Stiftungsrat. Die Klostergemeinschaft St.Andreas, Sarnen, ist neu mit Äbtissin Sr. Rut-Maria Buschor vertreten. Sie tritt die Nachfolge der ehemaligen Äbtissin Sr. Pia Habermacher an. Auf Vorschlag des zurücktretenden Präsidenten Hanspeter Kiser wurde das bisherige Mitglied Abt Christian Meyer vom Kloster Engelberg zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Nebst Hanspeter Kiser und Sr. Pia Habermacher treten auch die bisherigen Mitglieder des Stiftungsrats Sr. Heidi Kälin, Generaloberin Schwesterngemeinschaft St.Anna Luzern sowie Rita Wismann, Theologin, zurück.

Die Stiftung wurde 2016 gegründet mit dem Zweck, die Lebensgrundlage von Ordensgemeinschaften durch eine Zusammenführung zu unterstützen und sicherzustellen sowie einen Ort der Begegnung zu schaffen. Während rund dreier Jahre wurden die verschiedenen Gebäude des Frauenklosters Sarnen saniert, umgebaut und die Infrastrukturen erneuert und erweitert. Die Stiftung war zuständig für die Realisierung und Finanzierung des Projekts durch Eigenleistungen und Spenden. Anfang 2019 zogen die Schwesterngemeinschaften von Melchtal und Wikon nach Sarnen. Das Benediktinische Zentrum Sarnen gilt schweizweit als Pionierprojekt für die Zukunft älterer und immer kleiner werdenden Ordensgemeinschaften. Solche Zusammenführungen ermöglichen ein ordensgerechtes Leben im Alter, die gegenseitige Unterstützung sowie Hilfe bei einer Pflegebedürftigkeit.

Hinweis
Die Website des Benediktinischen Zentrums Sarnen finden Sie unter stiftung-ora-et-labora.ch.