SARNEN: Die Zeppelinbauer plagen Geldsorgen

Die Pfändung und Steigerung eines Lastwagens der Kägiswiler Zeppelinbauer Stratxx wirft Fragen auf. Mitarbeiter sprechen von Geldproblemen.

Christoph Riebli
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Ein mit Kameras ausgestattetes Luftschiff der Stratxx vor einem Testflug in Engelberg 2008. Damals platzte der Zeppelin vor der geladenen Presse. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Ein mit Kameras ausgestattetes Luftschiff der Stratxx vor einem Testflug in Engelberg 2008. Damals platzte der Zeppelin vor der geladenen Presse. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Ein fast neuwertiger Lastwagen der Kägiswiler Firma Stratxx AG hat seinen Besitzer gewechselt. Ein Mitarbeiter der Luftschiffbauer hat das Gefährt am Donnerstagmorgen für wenig Geld ersteigert. Unter den Hammer kam der 15-Tönner, da öffentlich-rechtliche Forderungen gegen die Firma geltend gemacht wurden. Beispiele solcher Forderungen sind etwa unbezahlte Steuern oder auch AHV-Beiträge. Nachdem ein Zahlungsbefehl ohne Wirkung blieb, pfändete das Betreibungsamt den Camion der Firma des Iraners Kamal Alavi.

Dass die Zeppelinbauer wohl grössere Sorgen plagen als ein paar unbezahlte Rechnungen, darauf macht ein Angestellter aufmerksam. Dieser sagt, er habe seit Juli seinen Lohn nur noch teilweise ausbezahlt bekommen.

Vision mit Rückschlägen

Im Juni 2008 zügelte Kamal Alavi mit seiner Stratxx AG und 14 Mitarbeitern von Willisau nach Obwalden Seine «Zeppeline» sollten dereinst Handy-Antennen am Boden ersetzen und damit für eine «Revolution in der Informationstechnologie» sorgen. Besonders in Entwicklungsländern sollte mit fliegenden Funkantennen der Anschluss an das digitale Zeitalter möglich werden. Das Unternehmen wurde schon mehrmals betrieben. 2008 war wegen unbezahlten Rechnungen ein Konkursverfahren vorübergehend eröffnet worden.