Sarnen im Bann der Ausserirdischen

Aliens und Astronauten tummelten sich am Kinderumzug.

Franziska Herger
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Bild: Izedin Arnautovic (Sarnen, 20. Februar 2020)

Mit dem Kinderumzug läutete der Hauptort gestern traditionsgemäss die Fasnacht ein. Dabei drehte sich natürlich vieles um die Kleinen. So war etwa der Wagen des Familientreffs Kägiswil nicht nur mit einer Schaukel, sondern auch noch mit einer Rutsche ausgestattet. Andere Gruppen warfen Bonbons in die Menge, die ganze Horden von kleinen Fasnächtlern begeistert vom dicht mit Konfetti panierten Boden klaubten.

Nach dem diesjährigen Motto der Sarner Lälli-Zunft «usserirdisch guäd» waren zahlreiche Spaceshuttles, Astronauten, Astronomen und Aliens in Sarnen unterwegs. Schon von weitem sichtbar kam der Wagen der Lälli-Zunft daher, gesäumt von grünen Ausserirdischen und mit einem ebenfalls grasgrünen Ufo obendrauf, von dem Zunftmeister Stefan I. winkte.

Selbst die Nonnen wurden vom Getöse angezogen

Andere Motive waren erst auf den zweiten Blick als ausserirdisch erkennbar, etwa die «Galaktischen Sterneköche», die den Zuschauern «hochgiftigen Kugelfisch, von den weltbesten Köchen zubereitet» überreichen wollten. Das Universum war den Sarner Fasnächtlern denn auch wohlgesinnt und sorgte für frühlingshafte Temperaturen. Dem einen oder der anderen wurde etwas warm im Gwändli, es wurden Sonnenbrillen montiert und noch ein Bier bestellt.

Das fasnächtliche Getöse lockte gar zwei Benediktinerinnen vor die Klostermauern. Schwester Melanie und Schwester Leonarda gefiel das Treiben sichtlich. «Wir sehen das jetzt zum ersten Mal, weil wir bis vor kurzem noch im Melchtal wohnten», freute sich Schwester Leonarda. «Dort gibt es aber auch Fasnacht», stellte ihre Mitschwester umgehend klar. «Wir wollten den Umzug auf keinen Fall verpassen.»

Aus der Rangliste: Kleingruppen: 1. Löschzug Mars; 2. Intergalaktische Space-Trinkler; 3. Usserirdisch farbig. Grossgruppen: 1. Avatar; 2. Schweine im Weltall; 3. Galaktisches Schrebergärtli.