Schweizer Nati
Mutter von Goalie-Omlin: «Jonas konnte sich schon immer gut auf ein Spiel fokussieren»

Der Mann aus Sachseln stand am vergangenen Sonntag für die Schweizer Nationalmannschaft im Einsatz. Es war bereits sein viertes Spiel für die Schweizer Nati – dabei wurde Jonas Omlin von allen Seiten für seine überragende Leistung gelobt. PilatusToday sprach mit seiner Mutter über ihn.

Marcel Jambé
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Bereits früher konnte sich Jonas Omlin sehr gut auf ein Spiel konzentrieren, erinnert sich seine Mutter zurück.

Bereits früher konnte sich Jonas Omlin sehr gut auf ein Spiel konzentrieren, erinnert sich seine Mutter zurück.

Bild: zVg

Wie eine Mauer stand Torhüter Jonas Omlin am vergangenen Sonntag für die Nati im Tor und liess keinen Ball der Portugiesen durch. Omlin begeisterte dabei nicht nur die Fans, sondern auch Sportreporter – von ihnen erhielt er die beste Spieler-Bewertung des Matchs. Es ist seine Visitenkarte, die er Coach Murat Yakin abgibt zur Wahl des zweiten Torhüters hinter Yann Sommer.

Doch bis dahin war es ein langer Weg: Vor zehn Jahren startete Jonas Omlin seine Erwachsenen-Fussball-Karriere beim SC Kriens, spielte zwischenzeitlich beim FC Luzern, gewann 2018 mit dem FC Basel den Schweizer Cup und spielt aktuell bei HSC Montpellier.

Mit seiner Mutter Elisabeth Omlin sprach PilatusToday über das vergangene Spiel und welche Träume Jonas hegt.

Elisabeth Omlin, vergangenen Sonntag stand Ihr Sohn Jonas Omlin beim Länderspiel gegen Portugal im Tor. Dabei brachte er eine hervorragende Leistung auf den Platz. Sind Sie stolz auf Ihren Sohn?

Ich war immer sehr stolz auf Jonas. Wenn ich daran denke, wie alles anfing und wo er jetzt steht, ist dies schon unglaublich.

Welche Reaktionen erhalten Sie aus dem Umfeld?

Ich erhalte nach den Spielen jeweils viele WhatsApp-Nachrichten, die auch immer positiv sind. Es ist sehr schön, dass alle mit ihm mitfiebern. Auch die Reaktionen aus dem Dorf sind wunderschön.

Wie gross war die Nervosität vor und während dem Spiel vergangenen Sonntag?

Meine Familie und ich verfolgten das Spiel im Stadion. Wir sind jeweils ziemlich nervös, aber das gehört auch dazu. Ich bekomme dabei auch ein bisschen Herzklopfen und muss manchmal wegschauen und mich ablenken (lacht). Nach einem solchen nervenaufreibenden Spiel schaue ich den Match nochmals in aller Ruhe zu Hause auf dem Fernseher nach. Trotzdem verfolge ich lieber die Spiele im Stadion als zu Hause.

Merkt man bei Jonas auch eine Nervosität vor und während dem Spiel?

Wir merken, dass Jonas sich sehr auf den Match fokussiert und sich auch sehr auf die Spiele freut. Er hat sich auch sehr gut darauf vorbereitet. Deswegen glaube ich nicht, dass bei ihm eine Nervosität vorhanden ist. Auch schon früher als Kind konnte er sich gut auf ein Spiel fokussieren und alles andere ausblenden.

Wie geht er damit um, dass er vielleicht schon als zweiter Goalie in der Nati eingesetzt wird?

Er wird weiterhin sein Bestes geben, sowohl für den Verein als auch für die Schweizer Nati. Es ist auch eine riesige Ehre für ihn, für die Schweiz spielen zu können.

Sie haben auch regelmässig Kontakt mit ihm, wie geht es ihm momentan?

Er ist sicherlich froh, dass er Urlaub hat. Es tut ihm auch sehr gut, dass sein Körper sich davon erholen kann. Es war eine lange Saison mit einem grossen Highlight am Ende. Es ist sicher schön, mit solchen Gefühlen am Ende in den Urlaub zu starten.

Gibt es etwas, das Sie sich für seine Fussballkarriere wünschen?

Die Gesundheit kommt selbstverständlich an erster Stelle. Er freut sich auf jeden Match, den er bei der Schweizer Nati dabei sein und spielen kann. Einer seiner Träume ist sicher, dass er bei einer Meisterschaft gewinnen kann.