Tourismus
Engelberg schafft Notparkplätze bei der Fürenalpbahn: Insbesondere im Sommer ist die Nachfrage danach gross

Seit geraumer Zeit ist das Parkieren entlang der Wasserfallstrasse nicht mehr möglich. Um wildes Parkieren im Wald und auf Wiesen zu verhindern, will Engelberg nun eine Fläche für 20 bis 30 Notparkplätze einzäunen.

Philipp Unterschütz
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Notparkplätze im Gebiet Hinterboden/Eyenstalden sind Gegenstand eines Baugesuchs, das derzeit öffentlich aufliegt. Auf Nachfrage bestätigt Gemeindeschreiber Roman Schleiss, dass dort Platz für 20 bis 30 Autos entstehen soll. «Es handelt sich um einen Kiesplatz, der mit der Zeit von Gras überwachsen wird. Die Parzelle wird eingezäunt. Geöffnet wird sie ausschliesslich dann, wenn die Parkplätze bei der Fürenalpbahn restlos belegt sind.» Das Management übernehme die Fürenalpbahn selber, die Parkplätze seien kostenpflichtig, wie die normalen direkt bei der Bahnstation.

Im hinteren Bereich des ehemaligen Winnetou-Spielgeländes sollen die Parkplätze entstehen.

Im hinteren Bereich des ehemaligen Winnetou-Spielgeländes sollen die Parkplätze entstehen.

Archivbild: Philipp Unterschütz

Das Areal liegt auf dem Gelände, das früher für die Winnetou-Freilichtspiele hergerichtet worden war, insofern können Synergien genutzt werden. Laut Roman Schleiss war ursprünglich geplant, die Parkplätze gemeinsam mit der benachbarten Busschleife aufzulegen. Weil sich das Verfahren in die Länge zog, hat sich der Teil mit den Notparkplätzen aber verzögert.

Es wird nichts nachträglich legalisiert

«Dass alle Parkplätze belegt sind, kommt an schönen Wochenenden in der grünen Jahreszeit öfters vor», begründet Roman Schleiss den Bedarf an Notparkplätzen. Früher sei einfach entlang der Wasserfallstrasse parkiert worden, was nun wegen der verlegten Baumstämme nicht mehr möglich sei. Die Parkierung erfolgte entlang und neben der Strasse am Waldrand im Bereich nach dem Restaurant Wasserfall bis hin zum Parkplatz der Talstation der Fürenalpbahn. «Dies führte einerseits zu Verkehrsproblemen, weil die Wasserfallstrasse dort schmal ist und der Ortsbus nicht mit Personenwagen kreuzen konnte, andererseits musste aus waldrechtlichen Aspekten diese Parkierungsart durch Massnahmen verhindert werden.» Weil diese Abstellmöglichkeiten fehlten, kam es zu unerlaubten Parkierungen auf Privatgrundstücken und anderweitig reservierten Parkplätzen in der Nähe. Es sei also nicht so, dass mit den Notparkplätzen eine bereits bestehende Situation einfach legalisiert werde. Um das wilde Parkieren zu verhindern, insbesondere im Wald, auf Wiesen oder auf dem Parkplatz des Restaurants Wasserfall, sei man auf die Notparkplatze angewiesen. «Mit 20 bis 30 können wir schon einiges auffangen. Das war ungefähr die Anzahl Autos, die jeweils entlang der Strasse abgestellt wurden», so Roman Schleiss.

Allerdings sind die Notparkplätze befristet bis Mitte 2025. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision werden alle Parkflächen genauer unter die Lupe genommen. «Im Zusammenhang mit dem Steilrampengesetz sind die Parkplätze in Engelberg auf rund 3000 plafoniert worden. Fakt ist aber, dass mittlerweile rund 500 weggefallen sind, unter anderem wegen Bautätigkeiten. Heute gibt es in Engelberg nur rund 2500 Parkplätze», sagt Roman Schleiss. Es sei aber kein weiteres Verfahren für Notparkplätze hängig oder geplant.

Notparkplätze bei Brunni- und Titlisbahnen gibt es weiterhin

Weiterhin werden aber an Spitzentagen in Absprache mit der Polizei Notparkplätze beschildert. Dies sei jeweils nötig, um die Sicherheit gemäss Strassenverkehrsgesetzgebung zu gewährleisten und eine gewisse Ordnung und Struktur des ruhenden Verkehrs zu erreichen, erklärt Roman Schleiss. Es handle sich um geeignete Flächen, welche direkt anschliessend an die bestehenden Parkflächen in Rücksprache zwischen den Bergbahnen und den Landeigentümern und Bewirtschaftern temporär bereit gemacht werden. «Wir möchten diese Flächen künftig genau bezeichnen. Es laufen deshalb Gespräche im Rahmen der laufenden Erarbeitung der Gesamtverkehrskonzepte Ob- und Nidwalden.»

Das Baugesuch der Einwohnergemeinde im 10-tägigen Verfahren liegt noch bis am Montag auf, bis dann können auch Einsprachen eingereicht werden, es gilt der Poststempel.